Na endlich!

Na endlich! Da werfe ich seit Monaten von A wie Amazon bis Z wie zvab die Suchscheinwerfer nach diesem scheinbar phänomenal guten Buch aus und was sehe ich heute: Battle Royale wird neu aufgelegt. Am 10. September 2012 wird  es eine Neuauflage geben. Endlich! Die Lieblingsbuchhandlung hat sofort den Auftrag, eins für mich ergattern.

Ich bin dann mal weg! Suchscheinwerfer in den Keller verräumen. Weitere Infos zu „Battle Royale“ gibt es hier.

Die Tribute von Panem gibt’s jetzt auch bei Audible im Download

Wer schon länger Elfbox liest, weiss, dass der erste Band der Trilogie rund um Katniss Everdeen mich begeistert hat –  wer die Rezension dazu noch nicht gelesen hat, darf das an dieser Stelle gerne nachholen. Dass es das Hörbuch jetzt auch als Download bei Audible gibt, hat das Elfenherz natürlich hüpfen lassen. Wo doch Platz im bibliophilen Haushalt je länger je mehr ein rares Gut wird….. 🙂

Hörbuch „Tödliche Spiele“ (Die Tribute von Panem 1) von Suzanne Collins, gelesen von Maria Koschny. 6 Std. 23 Min. (gekürzt). Im Download bei Audible erhältlich für 17.95 € oder im Flexi-Abo für 9.95 €. Zur Hörprobe geht es hier lang. 

Neva von Sara Grant

Dystopien sind zurzeit der Renner im Fantasy-Genre. Erinnerungen an den Hype rund um Vampirgeschichten werden wach. Dort waren wahre Perlen und ganz viel Ausschuss dabei. Die Inhaltsangabe von Neva klang, als könnte es sich hier um eine Perle unter den Dystopien handeln.


Die Bürger von Heimatland leben im wahrsten Sinne des Wortes begrenzt. Die Energiekuppel rund um das Land sollen angeblich Schutz und Sicherheit garantieren. Nach Generationen der Isolation hat sich das Äussere der Einwohner stark angenähert und die Jugendlichen beginnen, sich mit kleinen Tattoos selber zu kennzeichnen; eine Form stillen Protests. Aber das genügt der 16jährigen Protagonistin Neva und ihrer Freundin Sanna irgendwann nicht mehr. Sie fangen an, Fragen zu stellen. Warum muss diese Abschottung sein? Ist ausserhalb der Kuppel tatsächlich Tod und Verderben? Warum verschwinden von Zeit zu Zeit Menschen? Ihr Ungehorsam hat gefährliche Folgen für die beiden; denn wer sich nicht gesetzeskonform verhält, gehört ganz schnell zu den Verschwundenen. Natürlich – wen wunderts – spielt auch die Liebe eine Rolle in diesem Roman. Aber diese Erfahrung ist für Neva mehr bitter als süss, denn sie hat sich ausgerechnet in Braydon, den Herzbuben von Sanna, verguckt. Keine gute Ausgangslage um nach Antworten zu suchen; das Damoklesschwert der Entdeckung schwebt gefährlich über Neva…..

Die Geschichte rund um Neva vermochte mich nicht zu überzeugen Die Protagonisten blieben mir seltsam fremd. Die Spulen meines – durchaus gut trainierten – Kopfkinos mochten sich einfach nicht drehen. Vielleicht lag es daran, dass eine Vorgeschichte zu Heimatland fehlte; vielleicht auch daran, dass  bei den einzelnen Personen keine Entwicklung spürbar war.  Weder Neva’s Schmetterlingsschwarm im Bauch noch ihre akute Todesgefahr haben meinen Herzschlag beschleunigt. 

Fazit. Leider keine Perle unter den Dystopien.  

Für weitere Infos zu diesem Titel geht es hier lang. 

Ganz bestimmt werde ich die Finger auch künftig nicht von Dystopien lassen und nehme Empfehlungen gerne entgegen.  Immer in der Hoffnung, eine Perle zu finden. Die bisher besten Bücher dieses Genres bleiben für mich nach wie vor die Trilogie „Die Tribute von Panem“ von Suzanne Collins und „Die Entbehrlichen“ von Ninni Holmqvist.

Die Tribute von Panem – Flammender Zorn von Suzanne Collins

Die Tribute von Panem – Flammender Zorn. Eine weitere beinahe Nicht-Rezension aus dem Hause Bri und Bücherelfe

Der dritte Band der Tribute von Panem wurde von uns sehnsüchtig erwartet, keine Frage und doch waren wir beide nach der Lektüre mal wieder auf einer Linie: Ratlos. Ratlos, wie wir rezensieren, ja wie wir überhaupt eine Einschätzung des Gelesenen abgeben können. Und da uns die „Lass uns darüber reden-Methode“ nun schon zweimal über eine ähnliche Sprach- und Ratlosikeit hinweg geholfen hat, versuchen wir -Bücherelfe und Bri – es auch dieses Mal mit einer gemeinsamen Rezension.

Ungefilterte Gedanken von beiden Seiten, die in eine Richtung weisen:
 „Brutal und blutig und von beidem zu viel; auf keinen Fall ein Kinder- oder Jugendbuch; stimmiger Anfang, stimmiges Ende, dazwischen aber vermochte mein Kopfkino keine Bilder produzieren; die beiden ersten Bände zeigten Hoffnung – der dritte war Krieg pur.
Der Verlag hat mir ja – nachdem ich die Rezi vom zweiten Teil (Hörbuch) veröffentlich hatte – den dritten Teil in Aussicht gestellt. Zum ersten Mal hoffe ich, dass ein Verlag mich vergisst. Ich möchte das nicht hören; Was als Fantasy begann, endet als Endzeit-Geschichte. Aber wie gesagt KEIN JUGENDBUCH – ich habe es auch noch verschenkt!! an einen Dreizehnjährigen – aber der kann das hoffentlich ab.“

Was haben wir von dem Abschlussband der Tribute von Panem eigentlich erwartet? Ehrlich? Keine Ahnung – oder vielleicht doch: etwas in der Art der ersten beiden Bände, etwas das klar macht: Das hier ist fiktiv. Das hier ist eine – zugegebenermaßen krasse – Endzeit-Geschichte, die niemand wirklich erleben möchte und die doch so viel Hoffnung macht, soviel Gegenwehr in sich trägt, dass man daran glauben möchte, dass es trotz Hunger, Unterdrückung und Leid noch etwas Schönes in der Welt geben kann

Diese Erwartungen wurden enttäuscht. Die Illusion, dass es in dieser grausamen Welt noch irgendetwas Schönes geben könnte, ist zerplatzt. Das machte uns wütend und ratlos. Und doch: Das Buch ist nicht dazu da, unsere Erwartungen zu erfüllen. Es ist stimmig, diese Triologie so zu beenden, wie Suzanne Collins es tat. Gewünscht hätten wir uns etwas anders. Aber die Frage ist, ob ein Mensch der solch schreckliche Dinge erlebt hat, wie sie Katniss erleben musste, überhaupt noch Schönes entdecken und empfinden kann. Wir wünschen uns, dass es so ist.
Die Tribute von Panem – Flammender Zorn machen aber eines klar: Jede Revolution hat ihr jedoch klar: jede Revolution fordert ihren Tribut, ihre Opfer.

Fazit: Ein stimmiger Abschluss für abgebrühte Leser.

Für weitere Infos zu dieser Trilogie geht es hier lang.

Rezension zu der Hörbuchfassung von  Band 1 – Die Tribute von Panem, tödliche Spiele

Rezension zu der Hörbuchfassung von Band 2 – Die Tribute von Panem, gefährliche Liebe


Suzanne Collins‘ „Die Tribute von Panem – gefährliche Liebe“, gelesen von Maria Koschny

Und weiter geht’s in der dramatischen Welt von Panem. Katniss und Peeta haben die Arena überlebt. Aber zu welchem Preis? Dass Katniss das Kapitol gezwungen hat, sie beide gemeinsam als Sieger aus der Arena gehen zu lassen, hat die Machthaber aufs Äusserste provoziert. Die Geister, die sie rief, wird Katniss nicht mehr los und so scheint es für sie kein Zurück zu Gale mehr zu geben. Wenn sie die vermeintliche Liebe nicht weiter aufrecht erhält, werden Gale und seine gesamte Familie dafür mit dem Leben bezahlen. Also wird die Hochzeit von Katniss und Peeta geplant. Ganz Panem nimmt an den Vorbereitungen teil.

Katniss‘ Aufbegehren in der Arena löst eine Welle des Widerstands in Panem aus. Ein Widerstand, der vom Kapitol grausam bestraft wird. Beim kleinsten Verstoss gegen geltende Regeln, wird gefoltert und getötet. Schon immer waren die Lebensbedingungen in Panem grausam; aber was jetzt kommt, ist unvorstellbar.

Zur Feier der 75sten Jubiläums von Panem werden ganz besondere Hungerspiele ausgerufen. Jeder Distrikt hat aus seinen Siegern jeweils einen männlichen und einen weiblichen Tributen in die Arena zu schicken. In Distrikt zwölf sind Peeta, Katniss und Haymitch die einzigen Gewinner von Hungerspielen. Es gibt also kein Entrinnen und der Alptraum beginnt von vorn. Nur dass es dieses Mal nur einen Überlebenden geben kann.

Bücher, die mich so sehr begeistern, lasse ich mir gerne auch vorlesen. Das hat mich zu diesem Hörbuch greifen lassen. Mit der Sprecherin, Maria Koschny, hat der Oetinger-Verlag einen echten Glücksgriff gemacht. Sie liest die Katniss nicht, sie schlüpft völlig in Katniss‘ Haut. Die Art, wie sie spricht, hat etwas latent Schmerzliches; hat eine leise Verzweiflung, die aber nie in völlige Hoffnungslosigkeit abrutscht. Eine echte Meisterleistung! Ein zusätzliches Highlight ist die musikalische Untermalung der Lesung. Schade ist, dass die Geschichte für die Hörbuchfassung gekürzt wurde. Jeder einzelne gestrichene Satz ist einfach einer zuviel.

 

Fazit: Grandiose Fortsetzung von „die Tribute von Panem – tödliche Spiele„.

Wir bedanken uns beim Verlag  Oetinger Audio, der uns dieses Hörbuch zur Rezension zur Verfügung gestellt hat.

 

Die Tribute von Panem – tödliche Spiele von Suzanne Collins, gelesen von Maria Koschny

Naturkatastrophen und Kriege haben Nordamerika zerstört. Daraus entstanden ist eine neue eigene Welt: Panem, aufgeteilt in dreizehn Distrikte und unerbittlich geführt und unterdrückt vom Kapitol, der Regierung. Dort leben die Menschen im Überfluss während in den einzelnen Distrikten das Überleben schwierig ist. Distrikt 13 scheint nach einem blutigen Aufstand nicht mehr zu existieren. Als Demonstration der totalen Macht führt das Kapitol jährlich die sogenannten Hungerspiele durch. Dabei werden jeweils zwölf Jungen und zwölf Mädchen aus den einzelnen Distrikten zu einer perfiden und letztlich für 23 dieser jungen Menschen tödlichen Jagd ausgelost. Von den Spielmachern ausgedacht und von ganz Panem am Fernseher beobachtet. Ein Entrinnen gibt es nicht, wenn der Überlebenskampf zu langweilig wird, greifen die Spielmacher mit Manipulationen ein. Am Ende überlebt nur einer.

Als Katniss‘ kleine Schwester, Prim, für die Hungerspiele ausgelost wird, meldet sie sich an deren Stelle und geht gemeinsam mit Peeta, ihrem männliche Pendant aus Distrikt zwölf, in die Arena. Der Überlebenskampf beginnt. Jeder gegen jeden, bis aufs Blut, in unwirtlichem Gelände, geplagt von Hunger und Durst. Als Peeta ihr das Leben rettet und seine Zuneigung zu ihr signalisiert, wird alles noch komplizierter als es sowieso schon ist. Kann sie ihm trauen? Was empfindet sie für ihn? Und was, wenn am Ende nur noch sie beide übrig wären?

Auf dem Klappentext steht, dass Stephenie Meyer von diesem Buch wie besessen war. Ich kann das gut nachvollziehen. Von der ersten Seite an hat Katniss mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Ich habe das Buch innerhalb eines Wochenendes geradezu inhaliert. Es zur Seite zu legen war nur mit grosser Willensanstrengung möglich. Ich habe mich zusammen mit Katniss gefürchtet und mit ihr gekämpft.

Bücher, die mich so sehr begeistern, lasse ich mir gerne auch vorlesen. Das hat mich zu diesem Hörbuch greifen lassen. Mit der Sprecherin, Maria Koschny, hat der Oetinger-Verlag einen echten Glücksgriff gemacht. Sie liest die Katniss nicht, sie schlüpft völlig in Katniss‘ Haut. Die Art, wie sie spricht, hat etwas latent Schmerzliches; hat eine leise Verzweiflung, die aber nie in völlige Hoffnungslosigkeit abrutscht. Eine echte Meisterleistung! Ein zusätzliches Highlight ist die musikalische Untermalung der Lesung.

Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Geschichte für die Hörbuchfassung gekürzt wurde. Bücher wie dieses sollten einfach in voller Länge vertont werden. Ich hoffe, dass dies noch nachgeholt wird; unbedingt wieder mit Maria Koschny. Hoffnung dazu gibt es durchaus; schliesslich ist auch die Bis(s)-Sage von Stephenie Meyer erst in gekürzter und nun in ungekürzter Fassung erschienen.

Fazit: Grandios!

Diese Rezension ist eingereicht für die


Die Entbehrlichen von Ninni Holmqvist

In einer Gesellschaft gibt es viele Talente. Jeder ist gehalten, das einzubringen, was er kann. Was, wenn es eine Instanz gäbe, die die Menschen nach ihrer Produktivität beurteilt und sie in „Benötigte“ und „Entbehrliche“ kategorisiert. Die entscheidet, wer es wert ist, weiter in dieser Gesellschaft zu leben?

Dorrit ist eine „Entbehrliche“. Weil sie fünfzig ist; weil sie keine Kinder hat; Und weil sie liest. Wie alle „Entbehrlichen“ wird sie von der Einheit abgeholt und in das Sanatorium gebracht. Das Leben dort ist eigentlich wunderbar. Solchen Luxus, solchen Komfort hat Dorrit in ihrem ganzen bisherigen Leben noch nicht geniessen können. Alles ist kostenlos, das Essen exquisit, sie muss sich um nichts mehr Sorgen machen und das Personal geht äusserst respektvoll mit den „Entbehrlichen“ um. Wäre da nicht das Wissen um den Zweck dieser Anlage: Die Bewohner müssen sich für allerlei Tests zur Verfügung stellen. Von psychologischen Versuchen, Medikamenten-Tests und Organspenden bis hin zur sogenannten „Endspende“ für die produktiven „Benötigten“. Dorrit fügt sich unerwartet schnell in die Einheit ein und stellt auch gar nicht in Frage, dass es eben so ist wie es ist; bis sie den „Entbehrlichen“ Johannes kennenlernt und mit ihm die erste grosse Liebe ihres Lebens.

Die Autorin hat die ausserordentliche Fähigkeit, die Geschichte so zu erzählen, dass ich mich auf schon fast ungeheuerliche Weise in Dorrit einfühle. Ja, ich kann’s irgendwie verstehen. Macht doch Sinn, dass sie mit ihren Möglichkeiten die „Benötigten“ unterstützt. Und doch, packt mich manchmal das Grauen. Aber nur ganz kurz und dann geht’s ab in zum Frühstücksbuffet auf der Terrasse und danach in den wundervollen Wintergarten zum Plausch mit ein paar anderen „Entbehrlichen“. Und später in die Bibliothek, die keine Wünsche offen lässt.

„Ja, es gibt ziemlich viele Intellektuelle hier. Leute, die Bücher lesen“. „Aha“, sagte ich. „Leute, die Bücher lesen“, fuhr er fort „tendieren dazu, entbehrlich zu werden. In hohem Masse.“ Ach so“, sagte ich. „Ja“, sagte er.

Fazit: Atemberaubendes Buch einer virtuosen Autorin. Unbedingt lesen!