+++Criminale-News+++

Die SOKO Elfbox war im ermittlungstechnischen Einsatz und deckt heute das größte Geheimnis der Criminale 2012 auf….. Der Count-Down zum größten deutschsprachigen Krimifestival, der Criminale 2012 im Hochsauerlandkreis, läuft unerbittlich. Mit Spannung werden die weit über 200 Autoren erwartet, die mit kriminellen Geschichten den HSK vom 25. Bis zum 29. April in Atem halten werden. Aber das ist längst nicht alles: Mit einer echten Weltpremiere, wartet das Festival in diesem Jahr auf, denn: Die Criminale rockt und präsentiert die wahrscheinlich einzige und erste Krimiautoren Band der Welt, deren Mitglieder und deren musikalische Proben unter die höchste Geheimhaltungsstufe fallen. Bis heute. Wir waren bei der „Geheimprobe“ in der Fredeburger Akademie dabei und lüften heute das Geheimnis um die Band „Hands up! And the shooting Stars“. Vom Buchcover zur Coverband – wer hätte das gedacht? Nicht nur kriminelle Energie, sondern auch musikalisches Gespür schlummert in den sonst literarisch mordenden Mitgliedern des Syndikats. Das beweisen: Volker Bleeck am Schlagzeug, Oliver Buslau mit Bratsche und Klavier, Peter Demant an Keyboard und Gitarre, Stephan Everling (Gitarre), Gisa Klönne (Gesang) Arnold Küsters (Mharm/ Blueharp), Sandra Lüpkes (Gesang), Heinrich-Stefan Noelke (Bass) und Jörg Schmitt-Kilian (Gitarre und Gesang). Hinter gut verschlossenen Türen probte die Krimi-Band, deren Mitglieder aus vier verschiedenen Bundesländern kommen, ein ganzes Wochenende in Bad Fredeburg. „Die Akademie hat beste Voraussetzungen und wir fühlen uns hier richtig wohl“, freute sich Peter Demant bei der Probe. „The Voice of Germany war gestern, jetzt kommt the Sound of Arnsberg“, freut sich die kriminelle Band, die sogar beim Foto nicht auf Säge und Revolver verzichten wollte. Zu sehen gibt es dieses Criminale Highlight am Donnerstag, 26. April um 22 Uhr in der KulturSchmiede Arnsberg. Integriert wird der Kurzkrimi von Oliver Buslau zur Criminale 2012. Davor und danach rockt die Krimiautoren Band Hands up! and the shooting Stars. Der Eintritt ist frei.

Tatort Hochsauerlandkreis

Criminale Buchvorstellung von Daniela Köhler

von links : Autoren und Herausgeber Theo Pointner und Kathrin Heinrichs, rechts der Landrat des Hochsauerlandkreises Dr. Karl Schneider.

Noch knapp zwei Wochen- dann wird der Hochsauerlandkreis zum flächendeckenden Tatort und mehr als 250 Krimiautoren werden die Kriminalitätsstatistik des HSK in ungeahnte Höhen schnellen lassen. Aber gottlob nur literarisch. Bereits jetzt wirft das größte deutschsprachige Krimifestival seine mörderischen Schatten voraus. In der Akademie Bad Fredeburg wurden am Montagabend die beiden Bücher, die eigens zur Criminale im HSK erscheinen, der Öffentlichkeit vorgestellt. „Achtzehn namenhafte Krimiautoren sind wie die Heuschrecken über den HSK hergefallen und haben sich ihre Gedanken gemacht“, erklärt Georg Scheuerlein vom „MEK Hochsauerlandkreis“. Mit „Tausend Berge, tausend Abgründe“ liegt nun in Form einer Anthologie das tödliche Ergebnis vor. Kathrin Heinrichs, Theo Pointner, Oliver Buslau und Co. morden sich auf 217 Seitendurch das Sauerland was das Zeug hält. „Showdown in Schmallenberg“, „Der Reiz des Tötens“ oder „Plan E wie Eversberg“ – eine gelungene Sammlung von spannenden Geschichten, mal mit einer ordentlichen Portion Humor, mal bitterböse oder einfach unheimlich warten hier auf die Leser.

Dass sich auf tödlichen Pfaden, gut wandern lässt, davon überzeugen fünfzehn Autoren in dem Buch „Mörderisches vom Rothaarsteig“. Sie schnürten ihre Wanderschuhe, packten den Rucksack und stiefelten von Brilon über Winterberg, Olsberg, Schmallenberg, Kirchhundem bis nach Burbach und präsentieren einen mordsmäßig unterhaltsamen Wanderführer. Denn nicht alle Geister der Vergangenheit sind am Rothaarsteig zur Ruhe gekommen und rechts und links am „Weg der Sinne“ lauern unerwartete Gefahren. Zumindest in den Köpfen der Autoren. Weitere Informationen, sowie alle Veranstaltungen und Lesungen der Criminale 2012 unter : www.die-criminale.de

Elfbox auf der Buchmesse Leipzig

Sie war wieder ein literarisches Großereignis – die Buchmesse in Leipzig. 2600 Aussteller in 5 Messehallen verlangten Leseratten und Bücherjunkies einiges an Kondition und Spürsinn ab. Abertausende Bücher in kilometerlangen Regalreihen scheinen alle nur eines zu schreien: LIES MICH !

Eine schier unüberschaubare Anzahl von Neuerscheinungen legen uns die Verlage geballt ans  Herz – der Frühling wird bibliophil! Soviel steht fest. 160 000 Besucher sprechen eine deutliche Sprache – auch wenn die Vertreter der elektronischen Medien immer mehr werden – so können wir doch sicher sein: Das Buch lebt!

Hier alles Lesenswerte vorzustellen oder Euch zu sagen, was ihr in diesem Frühling unbedingt lesen müsst, würde den Rahmen sprengen und steht auch nicht in unserem Fokus. Dafür gibt’s andere.

Wir wenden uns derweil schon einem anderen literarischen Großereignis zu, welches im nächsten Monat im Hochsauerlandkreis für Schlagzeilen und einen sprunghaften Anstieg der Kriminalitätsrate in dieser Region sorgen wird. Die Criminale 2012, das größte deutschsprachige Krimifestival, wirft ihre mörderischen Schatten voraus. 280 Krimiautoren des „Syndikats“ werden vom 25.- bis zum 29. April im HSK ein fallen. Mit von der Partie ist auch Arno Strobel, der derzeit mit seinem neuen Psychothriller „Das Skript“ die Nerven seiner Leser frittiert.

Elfbox traf den Mann mit den mörderischen Gedanken auf der Buchmesse in Leipzig und auch er freut sich schon heute auf die Criminale im Land der tausend Berge:“ Die Criminale ist einfach immer gigantisch“, freut sich der Autor, „ und im Sauerland war ich noch nie. Ich bin schon sehr gespannt.“ Die Criminale ist für den 50-jährigen immer wieder ein wichtiges Ereignis. „Schreiben ist ja immer eine sehr einsame Geschichte“, erklärt Arno Strobel, „ bei der Criminale hat man als Autor die Gelegenheit Kollegen zu treffen und sich auszutauschen. Die Leser können Autoren hautnah erleben und geballt in das Genre der Kriminalliteratur reinschnuppern. Und auch für die Region, in welcher das Festival stattfindet, ist es eine ganz wichtige und große Sache.“ Natürlich möchten wir wissen, was Arno Strobel bei seiner Lesung in Meschede liest.  „Ich werde sicher mein Buch „Das Skript“ anlesen und dann noch eine Geschichte.“ Welche das sein wird verrät Arno Strobel aber noch nicht.

Elfbox ist in diesem Jahr bei der Criminale mittendrin statt nur dabei und wird Euch vor und auch während des Festivals aktuell mit spannenden und kriminellen Informationen und Fotos versorgen!


Icebox berichtet über die Lesung von Thomas Hettche

Thomas Hettche hat am 3. Februar 2011 gelesen und Icebox war dabei.

Dass aufgeschoben nicht aufgehoben ist, freute am Donnerstagabend im Kunsthaus “Alte Mühle” die zahlreichen Gäste, die zur Lesung des renommierten Autors Thomas Hettche gekommen waren, dessen Lesung im November aufgrund eines Unfalles des Autors abgesagt werden musste. Dr. Dieter Schulz, 1. Vorsitzender des Kunstvereins Schmallenberg, dem es jedes Jahr wieder gelingt namhafte Top-Autoren ins Hochsauerland zu holen, konnte auch dieses mal wieder zahlreiche interessierte Gäste im Kunsthaus, welches in Autorenkreisen mittlerweile als “ bestes Leselokal Deutschlands”  gilt, begrüßen. Thomas Hettche, der aus seinem aktuellen Buch “ Die Liebe der Väter”  las , zog durch seine ganz eigene Betonung die Zuhörer in seinen Bann. Ein Vater, der sich nach der Trennung zwar um seine Tochter sorgt, aber kein Sorgerecht hat und  die Schwierigkeit heute Vater zu sein, stehen in Hettches neuem Werk im Vordergrund. Dazu gelingt es ihm durch detailgetreue Beschreibungen und unverwechselbare Metaphern, bei seinen Lesern Bilder im Kopf zu erzeugen, die so schnell nicht mehr loslassen, schafft eine düstere und nahezu beklemmende Atmosphäre des winterlichen Sylt , wo Vater und Tochter gemeinsam Sylvester verbringen .  “ Die Liebe der Väter” gilt als Hettches persönliches Buch. “ Dem liegen sehr persönliche Erlebnisse zu Grunde,” verrät der Autor im Gespräch. “ Es ist spannend darüber nachzudenken, dass viele Väter nach einer Trennung ähnliche Erfahrungen machen und die Machtlosigkeit, welche diese Väter verspüren,” so Hettche weiter. Auch bei den Zuhörern im Kunsthaus war die Neugier geweckt, wie es denn nun weitergeht mit Peter, dem Verlagsvertreter und seiner 13-jährigen Tochter Annika . “ Die Geschichte ist wie ein Film im Kopf abgelaufen,” so die einhellige Meinung der begeisterten Zuhörer im Kunsthaus, die sich nach der Lesung gerne ihr Buch vom Autor persönlich signieren ließen.

Copyright Text by Daniela Köhler

Katharina Zaugg und der Tanz mit dem Besen

Von A wie Abstauben bis Z wie Zwergenpflege. Katharina Zaugg verändert den Blick auf das Putzen.

Ethnologin, Literaturwissenschaftlerin, Linguistin, Putzfrau, Unternehmerin, Autorin, Verlegerin, Performerin, Erwachsenenbildnerin, Poetin; Katharina Zaugg ist eine spannende Frau.

Sie  bringt beseelten Glanz in Räume und Häuser zum Leuchten. Sie hält Vorträge, gibt Seminare über achtsame Raumpflege und die Kunst des Reinigens. Sie organisiert Nachtputzen zur Schulung des Tastsinns und organisiert Putzfeste. Als Performerin ist sie bekannt als jene, die mit Staubsauger und Besen tanzt. Und sie ist Putzfrau. Als solche macht sie immer wieder die Erfahrung, dass sie mit einem Putzlappen in der Hand und einer Mini-Sprühflasche  – das erste, was sie ihrer die Putzlust suchenden Kundschaft ausredet, sind grosse Flaschen – in der anderen Hand für ihre Umgebung sofort zur „Nur-Putzfrau“ wird. „Man grüsst mich teilweise noch nicht einmal. In einem sozialen Sinn werde ich „unsichtbar“.

Putzen muss sein. Aber Putzen muss nicht öde sein. Es kann Spass machen. Mit richtig guter Ausrüstung, dem Know-how und mit positiver Einstellung! Ich habe mit Katharina Zaugg meinen Putzschrank mit schönem Werzeug und wohlriechendem, umweltschonenden Pflegematerial eingerichtet und bin so manche Stunde mit ihr und ihrem Besen durch die Elfenwohnung getanzt. Ich rede also aus Erfahrung! Ich putze heute nicht häufiger als früher, aber mein inneres Murren dagegen habe ich zum Schweigen gebracht. Wellness beim Putzen eben. Und dass ich heute meine Putzlappen selber stricke ist nicht albern sondern ist eine zwangsläufige Folge davon. Mein Putzen ist je nach Lust und Laune mal grasgrün, mal quietschgelb, mal himmelblau. Hier ist meine derzeitige Lieblingsanleitung zu finden. Im Web tummeln sich unter dem Suchwort „Spüli“ unzählige Anleitungen.

Ich zitiere Katharina Zaugg, die sagt: : „Tanzen Sie mit dem Besen, oder wischen Sie mit einem weichen Lappen sanft über eine Oberfläche. Wenn Sie das tun, betreten Sie die Kehr-Seite des Raums, wo sich die Wahrnehmung von Zeit, Licht und Raum verändern“ und rate allen, die immer noch murrend putzen, sich dieser spannenden Frau und ihren Büchern zu nähern. Ihre Bücher sind übrigens brandneu auch im Buchhandel ausserhalb der Schweiz erhältlich. Bei allfälligen Bezugsschwierigkeiten unbedingt ein Mail an info@mitenand-putzen.ch schicken. Katharina Zaugg wird sie genau so wegwischen wie Fleck & Co; mit einem eleganten Hüftschwung.

Und noch eine nicht zu unterschätzende Qualität hat Katharina Zaugg: Sie kann wundervoll kochen. Aber das wäre dann ein anderes Thema.

 

Icebox im Gespräch mit Sebastian Fitzek

Wir hätten da mal eine Frage….

Er erzielt Millionenauflagen, seine Bücher werden in mehr als 20 Sprachen übersetzt, er räumte mit dem lange herrschenden Vorurteil “ Deutsche Autoren können keine Psychothriller schreiben“ richtig auf und ist heute einer der ganz wenigen deutschen Autoren, die es geschafft haben, auch in den USA und England verlegt zu werden. Seine Fans feiern ihn als den „König des Psychothrillers“ und strömen in Massen zu seinen Lesungen, die längst jeden normalen Rahmen sprengen und bejubeln den Autor,der von sich selbst sagt “ Die Leute sagen immer ich sehe gar nicht aus wir ein Thriller – Autor, sondern eher wie ein Milchbubi““, wie man es sonst nur von Rockstars kennt

Am Nachmittag vor der Lesung im Olper Bus-Depot traf Icebox den sympathischen Berliner zum Interview

Frage : Die aktuelle Lesereise führt durch etliche deutsche Großstädte . Was macht gerade das im Vergleich eher kleine Olpe so interessant für Sie?

Antwort : Olpe ist einfach ein Highlight. Das ist hier heute die bisher größte Einzellesung der aktuellen Lesereise. Was der Veranstalter hier auf die Beine gestellt hat, ist einfach Top.  Der Biggesee ist ganz toll, da möchte ich auch gerne mal joggen, wenn ich noch Zeit finde.

Frage: Aus welchen Teilen des Lebens nehmen sie ihre Ideen für Handlung der Bücher. Welche morbiden Gedanken bevölkern ihr Hirn?

Antwort:  Schreiben ist für mich wie eine Therapie. Ich verarbeite damit meine eigenen Ängste und Alpträume. Die Ideen enstehen aus ganz normalen Alltagssituationen. Zuerst ist da ein „Was wäre wenn“ Gedanke und dann spinne ich die Geschichte weiter.

Frage: Bekommen sie da nicht manchmal Angst vor sich selbst?

Antwort: Nein. Aber ich habe Angst davor, dass meine Phantasien einmal Realität werden könnten. Und die Realität ist weitaus schrecklicher, als meine Phantasie.

Frage: Wie gelingt ihnen dabei der geistige Spagat zwischen der Thrillerwelt während des Schreibens und der Realität? Können sie mit ihrer Freundin normal romantisch beim Abendessen sitzen, oder sitzen (ihre Hauptfiguren) Alexander Zorbach oder Victor Larenz mit am Tisch?

Antwort: (lacht): Ja, die sitzen mit am Tisch. Ich kann sehr schlecht abschalten und neige dazu auch beim Sprechen zu denken, so dass ich manchmal mitten im Satz abbreche und erst den Gedanken aufschreiben muss oder zu Ende denken. Ich bekomme dann gar nichts mehr mit. Meine Freundin leidet da schonmal ziemlich drunter.

Frage: Sie sind von Haus aus Journalist und zudem stellv. Programmdirektor bei Radio RTL104.6 Berlin. Kommt man noch zum normalen Arbeiten, wenn man jedes Jahr einen Bestseller auf den Markt wirft?

Anwort: Nicht wirklich. Zweimal die Woche darf ich noch als freier Mitarbeiter zum Radio.

Frage: Ist man nach 6 Bestsellern nicht einem enormen Erfolgs- und Erwartungsdruck ausgesetzt?

Antwort: Ich mache mir keinen Druck. Wenn ich eine Idee für eine Geschichte habe dann ist gut, wenn nicht, dann lasse mir auch mehr Zeit.

Frage: Fühlen sie sich manchmal wie der deutsche „Stephen King“ oder eher als eine Art Rockstar der Buchszene?

Antwort: Weder noch. Ich möchte einfach nur Geschichten schreiben die mir selber gefallen. Als Autor ist man ganz gut davor bewahrt abzuheben. Wer so richtig berühmt werden will, sollte nicht Autor werden. Außerdem bin ich sehr schüchtern und weitab von jeder Routine. Mein erstes Buch wollte ich eigentlich unter einem Pseudonym veröffentlichen, damit auch ja niemand weiß, dass es von mir ist.

Frage: Was macht Sebastian Fitzek, wenn er nicht grad Geschichten schreibt?

Antwort: Ich werde gezwungen Fitness zu machen, damit ich pro Buch nicht mehr als ein Kilo zunehme. Mein Trainer ist der ehemalige Fitnesstrainer von Graciano Roccigiani, aber wir hauen uns nicht, wir machen nur diese Fitness für Boxer. Und ich spiele gern Schlagzeug. Eigentlich wollte ich mal Schlagzeuger werden.

Frage: Ihre Ziele, Pläne, Wünsche für die Zukunft?

Antwort: Ich wünsche mir , dass alles so bleibt wie es ist, denn ich habe als Autor alles erreicht was man sich erträumen kann. Die wichtigste Neuveröffentlichung kommt Ende Oktober. Meine Freundin Sandra ist schwanger und Ende Oktober kommt unser Kind auf die Welt.

Copyright Text und Foto by: D. Köhler