Papa Bernd von Bernd Siggelkow, Wolfgang Büscher und Markus Mockler

Es gibt wohl kaum jemanden im deutschsprachigen Raum, der noch nie etwas von der  „Arche gehört hat.  Diesem Zufluchtsort für Kinder aus – wie es politisch korrekt genannt wird – sozial schwachen Familien; wo sie Nahrung für Körper und Seele erhalten. In Deutschland, wo die Bürokratie teilweise absurde Züge annimmt, ist die „Arche“  mit ihrem niederschwelligen, unbürokratischen Angebot genau das, was diese Kinder brauchen. Ein Frühstück vor und ein warmes Mittagessen nach der Schule, sinnvolle Freizeitbeschäftigung, Hausaufgabenhilfe und vieles mehr; vereinfacht gesagt, Menschen, die sich für sie interessieren. Die Kinder stehen immer im Zentrum und wenn das bedeutet, dass Eltern in Kochkursen beigebracht werden muss, dass Pommes Frites aus Kartoffeln gemacht werden, dann ist das eben so.

Scheinbar aus dem Nichts hat Pfarrer Bernd Siggelkow – einst selber in einer armen und zerrütteten Familie aufgewachsen –  zusammen mit seiner Frau Karin „die Arche“ ins Leben gerufen. Fünfzehn Jahre nach seiner Gründung gibt es sie an inzwischen zwölf verschiedenen Standorten in Deutschland und einem Ableger in der Schweiz. Alles basierend auf christlicher Nächstenliebe ganz ohne erhobenen Zeigefinger.

In „Papa Bernd“ wird eindrucksvoll beschrieben, wie Bernd Siggelkow aufwuchs und wie es zur Gründung und Verbreitung dieser heute unverzichtbaren Organisation kam. Gegen welche Windmühlen er gemeinsam mit seinem immer grösser werdenden Team kämpfte und mit welchem Enthusiasmus er weitermacht.  Dass er von Deutschlands Politikern dafür viel Lob bis hin zu Orden erhält, ist eigentlich grotesk. Denn während diese über Erhöhung der Hartz IV-Sätze für Kinder im Cent-Bereich diskutieren, rüstet „die Arche“ auf.

Fazit: Ein interessanter Blick auf den Menschen Bernd Siggelkow und die von ihm geschaffenen Zufluchtsorte  für die vernachlässigten Kinder mitten in einem der reichsten Länder der Welt.  Absolut lesenswert!

Für weitere Informationen zu diesem Titel geht es hier lang.

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