Elfbox freut sich wieder über ein spannendes Rezensions-Buch von Eichborn

Aus dem Klappentext: Absurdität und Schrecken des Realen. Weltliteratur aus Argentinien: Die Erzählungen von Borges’ »Meisterschüler« (Martin Halter im Tages-Anzeiger).

Ein Mann kommt in eine kleine Stadt irgendwo im argentinischen Niemandsland. Er bleibt eine Weile, dann verschwindet er, und mit ihm verschwindet eine schöne Frau. Gerüchte machen die Runde, von einem Verbrechen ist die Rede. Als jedoch jemand einen Fund macht, der weit schrecklicher ist als alles Vermutete, kehrt das Schweigen zurück…

In Guillermo Martínez’ Erzählung »Gewaltige Hölle«, einer Verarbeitung des Schicksals der vielen  »Verschwundenen«,  die der argentinischen Militärdiktatur zum Opfer fielen, wird die augenscheinliche Gefasstheit der Kleinstadt zur Metapher eines vergewaltigten Landes. Martínez erzählt aufwühlend und zugleich ungeheuer kontrolliert – der beißende Humor ist streng gezügelt, die Spannung grandios dosiert. Fast unmerklich entwickeln sich seine Erzählungen, die in diesem Band vollständig versammelt sind, auf den Irrsinn zu: auf das Absurde im Angesicht der oft grausamen Schrecken der Realität.

Meine letzte literarische Reise mit Eichborn  – Zehn von Andrej Longo – hat mich nach Neapel geführt. Ich bin gespannt, ob Gewaltige Hölle mich ebenso begeistern wird.

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