Sätze, für die wir Bücher lieben

Es gibt sie; diese magischen Momente beim Lesen in denen wir innehalten, es uns warm ums Herz wird oder uns das Blut in den Adern zu gefrieren scheint; vielleicht zaubern sie uns auch einfach nur ein Lächeln ins Gesicht. Damit uns diese kostbaren Sätze nicht wieder entschwinden, halten wir sie fest.

Das schönste Wort der Welt von Margaret Mazzantini: Von dem, was uns fehlt, genesen wir nie, wir arrangieren uns, erzählen uns andere Wahrheiten. Wir leben mit uns selbst und mit der Sehnsucht nach Leben, wie alte Leute.

Peter Pan in Kensington Gardens  von J.M. Barrie: Als das erste Baby der Welt zum ersten Mal lachte, brach sein Lachen in abertausend Stücke auseinander, die alle durcheinander hüpften, und daraus entstanden die Elfen.

Aus Homer und Langley von E. L. Doctorow: Und so verschwinden Menschen aus deinem Leben, und du behältst nichts von ihnen in Erinnerung als ihre Menschlichkeit, ein armes, unstetes Wesen ohne Hoheitsgebiet, wie deines auch.

Aus Madame Hemingway von Paula McLain: 
 Du bist im Zug, und ich bin hier, und alles ist leerer, seit du weg bist. Sag mir, gibt es dich wirklich?

Aus Mauje von Norman Eckert: Seine Worte fielen mir wie Porzellan vor die Füße, unerträglich lärmend, es schnürte mir den Hals zu und ich wusste nicht, was ich tun sollte, außer es aufzukehren. 

Aus Eine Frage der Höflichkeit von Amor Towles: Denn so garstig der Wind auch war, von dieser Stelle aus gesehen war Manhattan einfach so schön, so elegant, so voller Versprechen – dass man sich der Stadt für den Rest seines Lebens am liebsten immer nur nähern wollte, ohne jemals wirklich anzukommen.

Plötzlich waren alle aufrechten Menschen fort. Sie hatten, einer nach dem anderen, geleuchtet und waren verschwunden, und sie liessen die zurück, die sich von ihren Wünschen nicht freimachen konnten.

Aus Blumen für Algernon von Daniel Keyes: Intelligenz, Bildung und Wissen ohne menschliche Zuneigung sind einen Dreck wert.

Aus Ada liebt von Nicole Balschun: Ich war gerade in die Schule gekommen und hatte die Kunst der Buchstaben, Wörter zu formen entdeckt  Das Wesen der Dinge kehrte sich nach innen, verkleinerte sich, bis es aus der Welt verschwand und durch die Buchstaben in Wörter hineinfloss. Dort hielt ich es in genau jenem Moment fest, der es ihm erlaubte, sich kurz niederzulassen, und noch versagte, sogleich in eine andere Worthülle weiterzuziehen, rastlos und ungeduldig wie ich selbst. Meine Welt passte von nun an auf ein Blatt Papier und ich hörte auf, sie wo anders zu suchen

Aus Der dunkle Pfad Gottes von Richard Doetsch: 

…in der Liebe liegt ein Trost, den nur die kennen, die wahrhaftig lieben.

Sie verleiht ein warmes, sicheres Gefühl, frei von Zorn und Eifersucht.

Sie schenkt mehr Euphorie, als jede Droge es vermag, und macht uns immun

gegen die Grausamkeiten des Lebens. 

Sie ist voller Hoffnung und Selbstlosigkeit….. und das seltenste aller Geschenke.

Aus die Strasse von Cormac McCarthy: „Ich werde mein Versprechen halten, flüsterte er. Ganz gleich, was passiert. Ich werde dich nicht allein in die Dunkelheit schicken. „

Aus Rimbaud und die Dinge des Herzens von Samuel Benchetrit: „Weisst du, Charly, im Leben muss man lieben, und zwar sehr. Man darf niemals Angst haben, zu sehr zu lieben Diejenigen, die den Schmerz fürchten, glauben nicht an das Leben … Verstehst du, Charly: Was immer auch geschieht, sieh zu, dass dein Herz immer voll ist.“

Aus Nichts was im Leben wichtig ist von Janne Teller: “Es gibt sechs Milliarden Menschen auf der Erde. Das sind zu viele, aber im Jahr 2025 werden es achteinhalb Milliarden sein. Das Beste, was wir für die Zukunft der Erde tun können, ist sterben.”

Aus der Erinnerung an Rüdiger Kreklau ( im Vorsatz zum Augensammler) von Sebastian Fitzek: ” Es sind die Phantasten die die Welt verändern und nicht die  Erbsenzähler”

Aus Fischvogel von Beate Rothmaier: Und im Auftauchen einen Mundvoll Wasser in den Sommerhimmel spritzen und wieder tauchen und aufs Ufer zuhalten und unter dem schützenden Vorhang einer Trauerweide schnell ans Ufer krabbeln. Wie zierliche Fische glänzten Tausende länglicher Blättchen im brechendenLicht. Es flirrte in der Luft und glitzerte auf dem Wasser, über dem reglos, blau glänzend, om zartesten Flügelschlag umsirrt, eine Libelle schwebte.

Aus Weiss wie Milch, rot wie Blut von Alessandro D’Avenia: „Wäre sie Kino: Das Genre müsste noch erfunden werden. Wäre sie ein Duft: Sand im Morgengrauen, wenn der Strand noch alleine mit dem Meer ist. Farbe? Beatrice ist rot. Rot wie die Liebe. Sturm. Ein Orkan, der einen wegfegt. Ein Erdbeben, das den Körper in Trümmer legt. So fühle ich mich jedes Mal, wenn ich sie sehe. Sie weiss es noch nicht, aber demnächst sag ich’s ihr.“

Aus der Fingerübung “Im Moor ein Leuchten…” von Simone Wilhelmy: Sie riecht nacht Moos, klingt nach Nieselregen und Blätterrascheln. Ihrer Augen erinnert ihn an glühende Kohlen, in denen kleine Windstöße immer wieder schwelendes Feuer entfachen. Doch sie leuchten nicht in einem warmen Orange, sondern in einem Blau, dessen Kälte seine Zähne zum Klapppern bringen. Seine Tochter hatte hellgrüne Augen, wie altes Kupfer mit bemerkenswerten rostfarbenen Sprengseln. Daran erinnert er sich noch, bevor eine sachte Berührung des Moorkindes sein Herz mit Eis überzieht und es zum Stehen bringt.

Aus No & Ich, Delphine de Vigan: ”Wir sind imstande, Überschallflugzeuge und Raketen ins All zu schicken, einen Verbrecher anhand eines Haares oder eines winzigen Hautpartikels zu identifizieren, eine Tomate zu züchten, die im Kühlschrank drei Monate lang völlig faltenfrei bleibt, und Milliarden von Informationen auf einem Mikrochip zu speichern. Wir sind imstande, die Leute auf der Straße sterben zu lassen.”

Aus Die Wilden Schwestern von Paula Wall: (Anmerkung von Elfbox: Die Protagonistin, Miss Pearl, ist im Begriff eine alte heruntergekommene Villa zu einem Edelbordell umzubauen. Die mit dem Umbau beauftragten Handwerker unterhalten sich:) ”Und Miss Pearl will die Badewannen mit den Löwenklauen haben.” Roy Lesters Kopf schoss in die Höhe. “Löwenklauen? Ziemlich altmodisch für eine Wanne.” “Das habe ich ihr auch gesagt”, stimmte Eddie ihm zu. “Aber Miss Pearl sagt, ein Mann, der denkt, dass eine Wanne nur zum Baden da ist, hat nie ihr volles Potential erkannt.” Alle Arbeiten ruhten, während die Jungs über diese Bemerkung nachdachten. Inky stützte sich auf seinem Besen ab, Buds Bleistift verharrte reglos auf dem Papier, und Bucks Hammer hielt in der Luft inne. Nichts kann einen Mann mehr am Handeln hindern als Nachdenken. ”Einmal hab ich unsere Badewanne mit Eis aufgefüllt”, liess Buck schliesslich vom Schaufenster her verlauten. “Ich hatte so viele Welse gefangen, dass ich Angst hatte, die könnten schlecht werden, bevor Luella heimkommt und sie ausnimmt.”

Aus Vatermord und andere Familienvergnügen von Steve Toltz: ”Tu`s allein. Wenn keiner dabei ist. Hinterlass keinen Abschiedsbrief. Viele Selbstmordkandidaten grübeln so lange über ihre letzten Worte nach, dass sie schließlich an Altersschwäche sterben! Mach du nicht denselben Fehler. Wenn es um Selbstmord geht, ist jede Vorbereitung nur Verschleppung. Verabschiede dich nicht. Pack keine Tasche. Geh einfach an einem Spätnachmittag allein zu der besagten Klippe – der Nachmittag ist am besten, weil er so unumstößlich am Ende eines jeden Tages wartet, an dem sich wieder einmal nichts in deinem Leben zum Besseren verändert hat, da gibt man sich nicht so licht der sanften Illusion von Aussichten und Möglichkeiten hin, wie sie der Morgen gern mit sich bringt. Wenn du dann am Abgrund stehtst, allein, zählst du nicht von hundert rückwärts, machst keine große Sache daraus, sondern gehst einfach weiter. Nicht springen, es sind schließlich nicht die Olympischen Spiele, es ist Selbstmord, mach einfach einen Schritt über den Rand der Klippe, als würdest du in einen Bus steigen. Bist du schon mal Bus gefahren? Prima. Dann weißt du ja, was ich meine.”

„Ein Baby! Ein dämliches Baby! Ein unter sich machender ungeformter Zweibeiner mit einem Erbsenhirn! Ein grässlicher zahnloser Homunkulus! Der Inbegriff von Ego! Eine quengelnde Schlange der Bedürftigkeit! Ein kahlköpfiger weinerlicher Menschenaffe! Mein Leben ist vorbei“

Aus Biss zum Abendrot von Stephenie Meyer: Die Augen hob ich mir bis zum Schluss auf, weil ich wusste, dass ich, wenn ich sie sah, nicht mehr denken konnte…

Aus Die unendliche Geschichte von Michael Ende: Wer niemals ganze Nachmittage lang mit glühenden Ohren und verstrubbeltem Haar über einem Buch saß und las und las und die Welt um sich her vergaß, nicht mehr merkte, dass er hungrig wurde oder fror.
Wer niemals heimlich beim Schein der Taschenlampe unter der Bettdecke gelesen hat, weil Vater oder Mutter oder sonst irgendeine besorgte Person einem das Licht ausknipste mit der gut gemeinten Begründung, man müsse jetzt schlafen, da man doch morgen früh aus den Federn sollte-
Wer niemals offen oder im geheimen bitterliche Tränen vergossen hat, weil eine wunderbare Geschichte zu Ende ging und man Abschied nehmen musste von den Gestalten, mit denen man gemeinsam so viele Abenteuer erlebt hatte, die man liebte und bewunderte, um die man gebangt und für die man gehofft hatte, und ohne deren Gesellschaft einem das Leben leer und sinnlos schien-
Wer nichts von alledem aus eigener Erfahrung kennt, nun, der wird wahrscheinlich nicht begreifen können, was Bastian jetzt tat.

Aus die Frau im grünen Kleid von Stephanie Cowell: „Er hatte das Gefühl, dass die Seerosen mehr aus eigenem Antrieb denn aus seinem auf der Leinwand erschienen. Die Blüten, die Schatten und die Luft drängten sich gegen seinen Pinsel, bewegten sich von allen Seiten auf die Leinwand zu. Sie waren um ihn herum, und doch waren sie in ihm. Sie umarmten ihn und zogen ihn in ihre Welt hinein.“

Aus Lumpenroman von Roberto Bolanò: Worauf wartete ich? Ich muss damals irgendwie verrückt gewesen sein, denn ich wartete auf Tränen. Das war es, worauf ich wartete. Aber es floss keine einzige. Sie klopften an meine Tür, mehrmals, Nacht für Nacht, aber keine von ihnen weinte.

Aus Eat, Pray, Love von Elizabeth Gilbert: „Nie hat man mich während des Liebesakts so entblättert und enthüllt, so entfaltet und durch Raum, Zeit und Gefühle geschleudert“.

Aus die grosse Welt von Colum McCann: Das Gehen auf dem Seil war ein göttliches Vergnügen. Wenn er dort oben in der Luft war, wurde alles umgeschrieben. Der menschlichen Gestalt standen neue Möglichkeiten offen. Es ging um mehr als reines Gleichgewicht. Für einen Augenblick fühlte er sich unerschaffen. Auf eine andere Art wach.

Die grosse Welt dreht sich. Wir stolpern dahin. Das ist genug.

Aus Bittersüsse Tode von Laurell K. Hamilton: Er lachte. Der Klang schien meine Haut zu streifen wie ein Pelz. Warm und ganz leicht nach Tod fühlte es sich an.

Die Welt war aus blauem Glas, still, unwichtig, kalt.

Aus Der Morgen der Trunkenheit von Fattaneh Haj Seyed Javadi: Leise fragte er, “Hast du Schiffbruch erlitten?” Ich sagte, “Rügen Sie mich nicht, Agha Djan.” Und meine Tränen tropften zwischen unsere Füsse auf den Boden. Mein Lebtag hatte ich nicht so grosse Tropfen gesehen.

Aus Wenn du wiederkommst von Anna Mitgutsch: Nie zuvor war es mir bewusst geworden, wieviel Robustheit die Wirklichkeit uns abverlangt, wie schmal der Streifen Leben ist, auf dem man sich frei von Angst bewegen kann.

Aus Alles, was du siehst von Stefan Beuse: Irgendwo unter mir gluckerte es. Ein Geräusch so köstlich und klein; ich wollte es aufheben und an mein Ohr halten, ich legte den Kopf auf den See, spürte die Kälte des Schnees an meiner Wange und wollte plötzlich liegen bleiben, mich bedecken lassen, bis ich verschwunden wäre.

Seitdem er denken konnte, war Ned ein Sammler gewesen. Ein Archivar von Augenblicken, die er nicht verloren geben wollte. Das ziellose Lächeln einer Fremden. Die stumme Erkenntnis zwischen Liebenden. All die ungeschützten Momente, die zufällig sichtbar geworden waren, wie Spinnweben beim Öffnen einer Tür: zerrissen, noch bevor sie erfasst werden konnten. Und obwohl Ned wusste, dass die Schönheit dieser Momente gerade in ihrer Flüchtigkeit lag, ertrug er ihre Vergänglichkeit nicht. Sie waren ein unverhoffter Riss, durch den ihn eine Ahnung von der Größe dahinter anwehte, ein Anblick, für den Augen nicht geschaffen und Herzen zu eng waren.

Aus Zusatzmaterial Unendlicher Spass von Ulrich Blumenbach: Ich glaube, schüchtern zu sein bedeutet in erster Linie, so auf sich selbst bezogen zu sein, dass man mit anderen Leuten Probleme bekommt. Wenn ich zum Beispiel mit anderen zusammen bin, kann ich nicht sagen, ob ich dich mag, weil ich zu sehr darüber nachgrüble, ob du mich magst.

Aus Miss Webster und Chérif von Patricia Duncker: Er hatte sich hastig angezogen und kam in Jeans und Pullover herunter. Er war barfuss, und die Fernsehleute starrten ihn erstaunt an. Verschlafen, wie er war, wirkte sein Gesicht noch offener und verletzlicher. Seine Locken waren gewachsen. Er sah aus wie einer von Byrons Jungen, eine griechische Schönheit, einfach und zerbrechlich wie ein Mädchen, und dennoch fern und entrückt wie ein schwieriger, viel belästigter Gott, der seinen Segen für sich behält.

Er schlenderte zurück in den Garten und blickte in den grossen Baum mit den roten und grünen Äpfeln hinauf. Er blieb am Rand des Rasens stehen, streichelte die Fuchsien und hob den Kopf zum Himmel. Miss Webster sann über diese sonderbare Mischung von Reife und Kindlichkeit nach. Manchmal schien er das Wissen und die Sicherheit eines erfahrenen Reisenden zu haben, dann wieder stand er völlig verzaubert in einer Welt voller Wunder. Aber diese Menschen wussten doch sicher alles über den Westen? Sie sahen Filme, Nachrichten, surften durchs Internet, stiegen in Flugzeuge, schnorrten Bücher von Touristen und redeten endlos in ihre Handys. Und doch stand jetzt dieser junge arabische Mann hier und starrte die Äpfel und die verschwenderische Flut aus Rot, Grün, Purpur und Gold in ihrem Herbstgarten an, sprachlos, als wäre das alles ein Wunder. Das Licht fiel scheckig durch den Apfelbaum und sprenkelte ihm Gesicht und Brust, bald hell, bald dunkel, jede verschattete Fläche schimmerte, leuchtete, verblasste. Niemand hatte je in ihrem Garten gestanden und ihren Apfelbaum angebetet.

Aus Unser allerbestes Jahr von David Gilmour: Als ich ihn lachen hörte, als ich sah, dass, wenigstens für einen Augenblick, der unglückliche Ausdruck von seinem Gesicht verschwand (es war, als würde der Wind die Asche von einem wunderschönen Tisch pusten), wurde mir leichter ums Herz, die latente Übelkeit wich aus meinem Körper. Wenn ich doch machen könnte, dass er so bleibt, dachte ich. Aber ich sah, ein Stück weiter weg, Bilder von ihm, wie er nachts um drei aufwachte und an sie dachte, eine Zementwand, auf die er blindlings zusteuerte.

Aus Der Name des Windes von Patrick Rothfuss: Es war wieder Abend geworden. Das Wirtshaus zum WEGSTEIN lag in der Stille, und es war eine dreistimmige Stille. Der vernehmlichste Teil dieser Stille war dumpf und lastend und verdankte sich dem, was fehlte. Hätte ein Wind geweht, so hätte er in den Bäumen geseufzt, hätte das Wirtshausschild quietschend zum Schaukeln gebracht und die Stille wie trudelndes Herbstlaub die Strasse hinabgeweht. Wäre das Wirtshaus gut besucht gewesen, hätten sich dort auch nur eine Handvoll Männer aufgehalten, so hätten sie die Stille mit Geplauder und Gelächter erfüllt, mit dem Radau und Bohei, den man in dunklen Abendstunden in einer Schenke erwartet. Wäre Musik erklungen… aber nein, natürlich erklang keine Musik. All das fehlte, und so blieb es still.

Und so verbrachte Kvothe seine letzte Nacht, bevor er an die Universität kam, mit seinem Umhang als Bett und Decke. Als er sich niederlegte, hatte er hinter sich den Lichtkreis des Lagerfeuers und vor sich die Dunkelheit. Er lag mit offenen Augen da, so viel ist sicher, aber wer von uns könnte behaupten, er wüsste, was er sah? Schaut statt dessen hinter ihn, in den Lichtkreis, den das Feuer erschaffen hat, und lasst Kvothe fürs erste allein. Jeder Mensch hat es verdient, ein zwei Momente lang allein gelassen zu werden, wenn er es wünscht. Und falls Tränen geflossen sind, so wollen wir ihm das nachsehen. Er war schliesslich immer noch ein Kind und musste erst noch lernen, was wahrer Kummer ist.

Aus So finster die Nacht von John Ajvide Lindqvist: Sie kauerten sich unter dem Balkon zusammen. Aber die Zeit wurde knapp. Eli wandte Oskar das Gesicht zu, sagte: “Ich …”. Schloss den Mund. Presste daraufhin einen Kuss auf Oskars Lippen. Oskar sah für ein paar Sekunden mit Elis Augen. Und was er sah, war … er selbst. Nur um so vieles hübscher, schöner, stärker, als er in seinen eigenen Augen war. Gesehen mit Liebe. Für ein paar Sekunden.

5 Antworten zu Sätze, für die wir Bücher lieben

  1. Diese Sammlung von Sätzen aus Büchern finde ich ja wirklich genial! Es stimm…in fast jedem Buch findet man einen oder mehrere Sätze, die einen besonders ansprechen… :)

    Liebe Grüße,
    Clee :)

  2. Allein das Lesen einiger dieser Sätze kann mich dazu verleiten, das dazugehörende Buch zu lesen – ich komm gern mal rüber

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