Welttag des Buches und wir sind dabei

Eine feine Sache, die sich die Initiative der Stiftung Lesen, der Börsenverein des Deutschen Buchhandels und zwanzig deutsche Verlage da ausgedacht haben. Zum „Welttag des Buches“ am 23. April werden in Deutschland eine Million (!)  Bücher verschenkt. 33’333 Lesebegeisterte verschenken jeweils dreissig Bücher. Und weil die Bücherelfe grenznah wohnt, wird die Aktion kurzerhand auch im Raum Basel Freude bereiten.  Freude und Alpträume, denn wer schon mal einen Titel aus Jo Nesbø’s Reihe rund um Harry Hole gelesen hat, weiss dass die Lektüre schlaflose Nächte bereiten kann. Vielleicht sollte ich zum Buch gleich ein Fläschchen Baldrian dazulegen……..

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von widerspenstigen Nachbarn und falschen Lottozahlen….

Wenn das keine gute Nachricht ist! Bei Kein & Aber gibt’s neu auch eBooks.

Also ich und mein eReader reiben sich jetzt schon die Hände. Wobei die gedruckten Werke von Kein & Aber meistens richtig gut ausschauen. Aber eBooks sind bekanntlich platzsparender als ihre Brüder und Schwestern aus Papier. Wie auch immer, solange unsere Nachbarn ihre Wohnung nicht freiwillig – und kostenneutral (!) – uns und unseren Büchern überlassen, sind eBooks eine prima Alternative. Sollte das mit den Nachbarn und/oder der Lottomillion mit darauf zwangsläufig folgenden Privatbibliothek  inklusive Kamin und Bärenfell wider Erwarten doch noch klappen, kann ich all die eBooks ja immer noch in gedruckter Form anschaffen….. 

ein missglücktes Experiment

Lesen ist eine wunderbare Sache. Allerdings auch ganz schön zeitraubend. Wer kann schon einen richtigen Wälzer in einem Rutsch weglesen?  Irgendwann muss jeder mal an die Luft.  Aber da gibt es eine Lösung: Das Hörbuch, wohlverstanden die ungekürzte Variante. Also Buch weglegen,  rein mit den Ohrstöpseln und einfach der Geschichte weiter lauschen. Abwechslung soll das Leben bunt machen. Für den Versuch habe ich  das äusserst vielversprechende “die Seelen der Nacht”  gewählt. Vermeintlich ein echter Leckerbissen.

Einmal und nie wieder.

Das Experiment war ein Reinfall, was allerdings nichts mit der gewählten Geschichte zu tun hat. Ein nahtloser Wechsel zwischen Geschriebenem und Gelauschtem ist für mich auch beim besten Buch nicht vorstellbar. Ich erkläre das Experiment somit als missglückt.

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Aber erst einmal zu “die Seelen der Nacht”

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Man nehme einen Teil Charlaine Harris, ein wenig Joanne K. Rowling, dazu einen grösseren Schuss Stephenie Meyer und eine Prise Anne Rice. Die vielversprechende Mischung rüttle und schüttle man kräftig durcheinander, ziehe das Ergebnis auf 800 Seiten Länge und packe all das in ein ansprechendes Äusseres. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt.

Soweit, so gut……

Gleich zu Beginn der Geschichte sieht man es vor sich, das Objekt der Begierde; das magische in Leder gebundene und mit einem Bann belegte Manuskript. Es wird das Leben der Protagonistin, Diana, verändern und die Leserschaft des Buches beschäftigen; lange beschäftigen. Ganz bewusst habe ich das Wort „beschäftigen“ gewählt. Denn in Atem gehalten, haben mich die Geschehnisse zwischen diesen Buchdeckeln nicht. Vorab bemerkt: Ich hatte grosse Erwartungen an „die Seelen der Nacht“. Der Einstieg in die Geschichte fühlt sich angenehm gemächlich an. Erst einmal ankommen, in der Welt dieser verschiedenen Wesen, die sich so selbstverständlich unter Menschen bewegen. Die Vorgeschichte von Diana scheint recht interessant zu sein, ist sie doch der hochintelligente Spross einer alten Hexen-Dynastie und verdient ihre Brötchen ganz bürgerlich als Historikerin. Dass sie magische Fähigkeiten hat, weiss sie,; nutzen will sie diese Gabe aber nicht. Das klingt doch schon mal sehr sympathisch. Die Sympathie verfliegt leider bald; sehr bald.

Vorhang auf für Matthew, 1500 Jahre alter Vampir, fantastisch schön, fantastisch allwissend, fantastisch, fantastisch. Kaum hat Amor seinen Pfeil auf Diana Bishop‘s helles Köpfchen abgeschossen, scheinen ihre Hirnzellen zu schrumpfen. Von da an stellt sie ihr Licht unter den Scheffel und hat nur eins im Sinn: Matthew hier, Matthew da.

Das magische Manuskript weckt Begehrlichkeiten in den verschiedenen magischen Volksgruppen und so bleibt es nicht aus, dass Diana in Gefahr gerät. Spannung liegt in der Luft. Leider verfängt sich die Autorin in langatmigen Beschreibungen und Wiederholungen. Weder Inhalt noch Schreibstil haben mich zu fesseln vermocht. Eintauchen in die von Deborah Harkness geschaffene Welt war mir nicht möglich und ich habe angesichts der insgesamt 800 Seiten in der Hälfte aufgegeben. Das Lesen – und Lauschen –  hat mich schlicht und einfach gelangweilt.

Fazit: Nichts für mich.

Für weitere Infos zum Buch geht es  hier lang.

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Die Seelen der Nacht von Deborah Harkness

Hörbuch „Die Seelen der Nacht” von Deborah Harkness, gelesen von Dana Geissler.  27 Std. 53 Min. (ungekürzt). Im Download bei Audible erhältlich für 20,95 € oder im Flexi-Abo für 9.95 €. Zur Hörprobe geht es hier lang.  

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Elfbox weiß, was Du diesen Sommer getan hast…..

Da staunt Ihr, was? Aber wisst Ihr auch, was WIR diesen Sommer getan haben?  Nein… das ganz sicher nicht. Also will ich es Euch gerne erzählen…. macht es Euch gemütlich und lauschet meiner Geschichte der sonderbaren Ereignisse die sich an einem kühlen Sommertag des Jahres 2011 zutrugen…..

Anfang Juli…. irgendwo in Deutschland….

…. manchmal braucht es Jahre, ehe ein Wunsch in Erfüllung geht.
Seit rund 18 Monaten ist der Elfboxblog am Start und noch einiges länger kennen sich die Bücherelfe und Icebox.
Viel haben wir in dieser Zeit erlebt, gelesen und geschrieben… aber….. Wir haben uns noch nie “in echt “ gesehen. Die erfolgreiche Schweizer- Deutsche Co-Produktion ist ein rein virtuelles Produkt, verfasst von Menschen, die sich niemals zuvor gesehen haben und nicht einmal real miteinander sprachen. Bücherelfe und Icebox ist quasi eine reine “Buchstabenfreundschaft”.
Und genau das, haben wir diesen Sommer mal gründlich geändert!

Der Entschluss ist schnell gefasst, der Rest ist reine Organisation. Spontan haut’s das Elfenwesen vor Begeisterung vom Stuhl im Schuldenturm. So viele Jahre einer virtuell-literarisch menschlich geprägten Freundschaft sollen nun endlich greifbar werden. Elfbox zusammen Live und in Farbe. Elfbox zum Anfassen quasi. Es soll zusammenfinden, was schon so lang zusammengehört. Zwei Wochen später bin ich unterwegs.

Icebox goes Switzerland!

Eine Reise ins Ungewisse beginnt… aber wenigstens ist das Wetter schön. Die Sonne scheint je weiter wir nach Süden kommen. Die Droschke schnurrt die über 500 Kilometer vom Icy- ins Elfenland wie am Schnürchen. Ein Treffpunkt ist schnell per Mail und Anruf ausgemacht. Und da bei unserer Ankunft (der Icebox- Gemahl durfte mit) alle Bücherläden in Basel bereits geschlossen haben, soll es in ein Restaurant gehen. Ein Telefonat. Das erste lebendige Zeichen. Sie hört sich sehr nett an, auch wenn ich mich in diesem Moment noch frage, was zum Kuckuck ein “Natel” ist….

Im französischen St. Louis, direkt an der Grenze zu Basel, wird die Droschke geparkt, wir beziehen schnell unser Quartier und dann geht’s auch schon husch husch über die Grenze ins Elfenland.

PKW vs. Tram
Der vereinbarte Treffpunkt liegt nur etwa 4 Kilometer entfernt.
„Na, da fahren wir doch mal eben schnell hin…“ denken wir…
Und in diesem Moment begehen wir einen verhängnisvollen Fehler…..
Wir fahren mit dem Auto!

Basel ist eine wirklich herrliche Stadt mit einem ganz besonderen Ambiente und einem umwerfendem Charme. Wenn Ihr einmal die Gelegenheit habt, dann schaut Euch Basel an!  Aber sollte ich jemals in diese Stadt ziehen und müsste ich dort meinen Lebensunterhalt verdienen, dann…. ja …. dann würde ich ohne Zweifel Fabrikantin für Parkverbotsschilder! Innerhalb kürzester Zeit hätte ich dort sicher ein Vermögen verdient. Dreißig Minuten und einen verzweifelten Anruf später  (gepriesen sei das Natel!) geben wir es auf und fahren zurück zum französischen Hotel, um die Droschke dort abzustellen.
Der nächste Weg führt geradewegs an die Tram- Station und so kommen wir nach einer ruckelig- huckeligen und knapp 10 – minütigen Fahrt mit Basels wohl legendärstem Fortbewegungsmittel, im Herzen der Stadt an.  Ein kurzer suchender Blick an der Haltestelle und wir erkennen uns sofort, auch wenn wir uns noch nie gesehen haben. Den Peter Pan hat die Elfe gleich mitgebracht. Nein. Er trägt kein grünes Hütchen und die Elfe hat auch keine spitzen Ohren. Irgendwie sind wir alle herrlich normal….

Cordonbleu mit E- Reader…..

….Wir verbrachten einen wunderbaren Abend in einem netten Restaurant bei einem netten Essen und noch netteren Gesprächen mit einem herrlich verständlichem Schwitzerduetsch. Während ich ohne Buch und somit eigentlich für dieses Treffen recht nackelig erschien, so hatte ich an diesem Abend noch eine besondere Begegnung.  Mein erster Kontakt mit einem E-Reader, welcher aus der elfschen Handtasche hervor kam. Ein faszinierendes Gerät. Und auch wenn eine ganze Bibliothek hineinpasst, so ist er noch immer leicht zu tragen……  wenn auch für Icebox keine echte Alternative zum klassischen Buch. Dem Abendessen schloss sich ein wunderbarer Spaziergang durch die Stadt an und die Bücherelfe zeigte mir ihre Welt – ihre Stadt.

Fotoshooting – da müsst ihr jetzt durch!

Und Erinnerungsfotos für die Nachwelt wurden natürlich auch gemacht, damit auch ihr mal wisst, wer hinter Elfbox steckt.
So. Da habt ihr den Salat.

links die Elfe / rechts die Icebox

Obwohl die Zeit schon weit fortgeschritten war, standen wir viel zu schnell wieder an einer dieser Tram-Stationen.

Es war ein kurzes aber intensives Treffen, von dem ich viele positive Eindrücke mitgenommen habe. Eine wunderbare Zeit – seien es auch nur ein paar Stunden gewesen, die viel zu schnell vorüber waren. Und natürlich schreit es nach Wiederholung ….ob im Elfen- oder Iceboxland, wer weiß das schon….

Und es spielt eigentlich auch keine Rolle. Kilometerlange Distanzen sind heute im Nu überbrückbar und Elfbox ist sowieso grenzenlos…….

Rezension für Eichborn

Der Eichborn Verlag ist ein Verlag, den ich ganz besonders schätze. Denn er verlegt Bücher, die alles andere als alltäglich sind. Doch die Mitarbeitenden des Eichborn Verlags müssen um ihre Existenz bangen. Um darauf aufmerksam zu machen, dass eine Schliessung des Eichborn Verlags ein grosser Verlust für Liebhaber guter Literatur wäre, werde ich mich der Aktion von Bibliophilin anschliessen und im kommenden Monat ein Buch aus dem Eichborn Verlag lesen und hier rezensieren. 

Diese Aktion ist keine plumpe Verlagswerbung. Nein, sie soll meine Solidarität mit den Mitarbeitenden von Eichborn ausdrücken. Denn sie haben mir in der Vergangenheit viele ganz besondere Lesemomente beschert. Ich würde mir wünschen, dass das auch in Zukunft so sein dürfte. 

Wer sich an der Aktion „Rezension für Eichborn“ beteiligen will, aber keinen eigenen Blog betreibt, kann sehr gerne Elfbox als Plattform dafür nutzen. Hinterlasst bis Ende Juni einfach einen Kommentar, damit ich Kontakt mit euch aufnehmen kann.

Kriegsbraut von Dirk Kurbjuweit

Esther, leicht beziehungsgeschädigt, entschliesst sich Soldatin zu werden und wird alsbald nach Afghanistan geschickt. In diesem Rahmen begegnet sie dem einheimischen Schulleiter Mehsud. Langsam aber unaufhörlich und immer bedacht darauf, kein Aufsehen zu erregen, bewegen sich die beiden aufeinander zu. 

„Ich werde da sein. Aber wenn du es dir anders überlegst, ist es in Ordnung. Ich habe es nicht weit.“ „Das wäre in Ordnung?“ „Ich meine, du hast diese Möglichkeit.“ „Ich will diese Möglichkeit nicht.“ „Nur für den Fall.“

Erwartet habe ich von „Kriegsbraut“ eine Liebesgeschichte zwischen zwei Kulturen. Bekommen habe ich etwas Anderes.  Die Vorgeschichte, bis hin zu dem Zeitpunkt, als Esther Afghanistan das erste Mal betritt, nimmt einen recht grossen Teil des Romans in Anspruch. Ebenso die Beschreibung ihres Alltags innerhalb des Bundeswehrcamps. Ein Alltag im Spannungsfeld zwischen betäubender Langeweile und  latenter Bedrohung. 

„Kriegsbraut“ liest sich – zumindest was die Handlung am Hindukusch betrifft –   wie eine Reportage. Inwieweit das alles einigermassen realitätsnah ist, sei dahingestellt. Dass der Autor auch erfolgreicher  Redakteur ist,  wundert nicht. Seine bildhafte und klare Sprache zeigt die wilde Schönheit dieses vom Krieg gebeutelten Landes so, als handelte es sich um einen Dokumentarfilm. Diese anfänglich erwartete Liebesgeschichte zwischen zwei Kulturen scheint nebensächlich zu sein. Das tut allerdings dem Lesegenuss keinen Abbruch. Ich habe „Kriegsbraut“ innerhalb eines Tages in einem Rutsch weggelesen und war ganz und gar nicht enttäuscht davon. Im Gegenteil; Dass ein Buch es schafft, mich auf den letzten paar Seiten noch so richtig zu überraschen, ist eher selten der Fall. Dirk Kurbjuweit hat das hingekriegt. Schon alleine dafür hat er ein Lob verdient. 

Dieses Mal kein Fazit sondern eine Empfehlung: Wer die Angewohnheit hat, bei einem neuen Buch erst einmal auf die letzten paar Seiten zu spicken, sollte das bei diesem Buch unbedingt lassen. Es wäre schade drum. denn mich hat dieser Schluss irgendwie kalt erwischt.

Für weitere Infos inklusive Leseprobe geht es hier lang: 

Wir freuen uns über die Nominierung zum Superblog 2011

Elfbox ist nominiert für die Superblogs 2011 in der Kategorie Bücher! Wer auch immer uns dort vorgeschlagen hat, dem sei für diese Wertschätzung gedankt. Ganz nach dem Motto “Dabei sein ist alles” nehmen wir die Nominierung gerne an. Zehn verschiedene Kategorien treten bei der Superblogswahl an und die drei bestplatzierten Blogs werden mit Gold, Silber und Bronze ausgezeichnet!

Vom 01. – 07. April 2011 ist die Abstimmungsphase in der Ihr fleißig für uns voten könnt! Zur Stimmabgabe geht es hier lang.

Die Monkey Wrench Gang von Edward Abbey – der erste Eindruck

Die letzten Tage hatte ich wenig Zeit zum Lesen und bin darum noch nicht weit gekommen in diesem vielversprechenden Werk. Und doch, sie haben mich schon eingefangen, die vier Öko-Saboteure Seldom Seen Smith, Doc Sarvis, Bonnie Abbzug und George Washington Hayduke, III. . Für den Schutz der Natur ist ihnen kein Weg zu weit, keine Schlucht zu tief, kein Berg zu hoch, keine Aktion zu gefährlich. Rasant geschrieben und herrlich illustriert.  Hier ein kleiner Vorgeschmack.

Ich werde mich dann wieder mal ranhalten; schliesslich muss ich wissen, welche Naturschutzmassnahme die vier Anarchisten nach der Sprengung des Staudamm ins Auge fassen…..  Rezension folgt. Demnächst in diesem Blog-Theater.