Unterwegs mit einem der ganz grossen Schauspieler unserer Zeit

Sean Penn ist einer der ganz grossen Schauspieler der Gegenwart. Wo er mitwirkt, kommt in der Regel Meisterhaftes auf die Leinwand. Ich kriege heute noch Gänsehaut, wenn ich an seine brillante Darstellung des Matthew Poncelet in  ”Dead man Walking” denke. Zeit also, diesem Künstler mit einer Biografie auf den Pelz zu rücken.

Gut geschriebene Biografien sind eine interessante Sache. Genau so verhält es sich mit dieser. Die Art, wie Richard T. Kelly beim Verfassen dieses Buchs vorgegangen ist, scheint sehr unkonventionell und ich war skeptisch, ob sie mich zu packen vermag. Anstelle aus Recherchen das Leben Sean Penns‘ von Anfang bis heute aufs Papier zu bringen, besteht diese Biografie aus einer Aneinanderreihung von Aussagen, die Penn‘s Weggefährten und der Schauspieler selber gemacht hatten. Unter dem Titel „Besetzungsliste“ erfahren wir gleich auf den Seiten 7 bis 15 (!)  wer alles zu Wort kommen wird. Von A wie Woody Allen bis W wie Robin Wright werden sie zitiert. Und wer sich nun vorstellt, dass die ganze Sache furchtbar langweilig und zäh zu lesen ist, liegt mehr als daneben. Ich für meinen Teil habe das Buch innert zwei Tagen weggelesen. Und das ohne mich auch nur ein einziges Mal zu langweilen. Interessant sind auch die insgesamt 45 Schwarzweiss-Fotografien, die Sean Penn‘s Werdegang dokumentieren. Insgesamt eine ganz runde Sache, die Richard T. Kelly hier vorlegt.

Fazit: Wer Biografien mag und auch nur im entferntesten interessiert an Sean Penn‘s Werdegang ist, wird  an diesem Buch seine wahre Freude haben.

Für weitere Infos zu dieser Biografie geht es hier lang.

Berggorillas – Eine Hommage

Stundenlang kann man drin blättern; in diesem gewichtigen Bildband über die Welt der Berggorillas im ostafrikanischen Bergregenwald. Abgesehen von historischen Zitaten in deutscher, französischer und englischer Sprache lässt der Basler Zoologe Jörg Hess hier einfach die Fotografien sprechen. Für einen kleinen aber feinen Vorgeschmack auf das, was zwischen diesen Buchdeckeln steckt, geht es hier lang  . Wer diese Bilder sieht, wird erkennen, warum diese Geschöpfe schützenswert sind. Nach dem Lesen oder – besser formuliert – bewundern dieses aussergewöhnlichen Werks habe ich nicht wirklich viele Worte übrig. In meinem Haushalt erhält es auf jeden Fall einen dauerhaften Platz.

Verlegt wurde “Berggorillas – Eine Hommage” vom Basler Echtzeit-Verlag. Notabene ein Verlag, der noch vieles mehr zu bieten hat.  

Flugzeugabsturz über dem peruanischen Urwald

Durch ein Radiointerview von Juliane Koepcke wurde ich auf dieses Buch aufmerksam und so habe ich gleich zugegriffen, als es im Lande Exsila angeboten wurde.

An Heiligabend 1971 stürzt Juliane Koepcke aus 3000 Metern Höhe über dem peruanischen Urwald ab. Sie ist die einzige Überlebende dieses Flugzeugabsturzes. Elf Tage kämpft sie sich durch den Urwald bis sie zurück in die Zivilisation findet. Eine spannende Lektüre könnte dies sein. Wer allerdings, wie ich mit der Vorstellung rangeht, dass es in diesem Buch vor allem darum geht, wie ein Mensch eine solche Katastrophe überleben kann,  wird mit grosser Wahrscheinlichkeit  enttäuscht werden. Der Absturz und die darauf folgenden Tage bis zur Rettung werden sehr kurz und knapp abgehandelt. Über lange Strecken berichtet die Autorin im Stile eines Aufsatzes über ihre Kindheit, ihre Eltern, ihre Schulen, ihre exotischen Haustiere und so weiter und so fort. Zumindest wird die aufkommende Langeweile beim Lesen durch eindrückliche Fotografien etwas aufgelockert. Aber das hilft nur bedingt;  Ihr Aufwachsen vor dieser exotischen Kulisse, das Leben in einer Forscher-Familie und ihr heutiges Engagement für den Umweltschutz sind die eigentlichen Themen dieses Buchs. Dagegen ist auch gar nichts zu sagen. Aber erwartet habe ich nunmal etwas anderes.

Fazit: Meine Erwartungen an eine spannende Lektüre haben sich nicht erfüllt.

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“Ja, bin ich denn der Leo?” von Herbert Knappstein

Ach, du dicker Vatta, jetzt kommse auch noch mit mim Wörterbuch umme Ecke….. Woll – ein Wort erobert die Welt Eigentlich ist „Woll“ eher ein Wörtchen – ein kleines Wörtchen nur, aber mit einer immensen Bedeutung für die Menschen die es tagtäglich gebrauchen. Unbewusst, zu jeder Tageszeit und Gelegenheit passend. WOLL ist Sauerland – und das Sauerland hat seine eigene Sprache die uns der kleine aber feine Woll- Verlag mit „Ja, bin ich denn der Leo“ ans hochdeutsche Herz legt. Wenn der Sohnemann „auf seinem Fiffi mit Foffo durchs Geplänte pehst, dat eim de Sprickeln umme Ohren fliegen“ – wer bei solchen Aussagen aus dem Mund eines Sauerländers nur verständnislos den Kopf schüttelt, der sollte sich mit der Alltagssprache des Sauerlandes, die manchmal recht deftig aber immer direkt ist, beschäftigen. In dieser lebendigen Sprachkultur haben auch Begriffe aus dem nachbarlichen westfälischen Ruhrgebiet und solche aus dem Münsterland Pate gestanden. Außerdem finden wir Begriffe aus dem Jiddischen, der Gaunersprache und der modernen Jugendsprache wieder.

Wunderbare Fotografien setzen einige Worte besonders in Szene – da werden „Käsemauken“ und „Krawentzmann“ zum eindrucksvollen Hingucker. Dieses Sauerländer Wörterbuch zeigt die unglaubliche Fülle dieses speziellen Sauerländer Wortschatzes, wann und warum der Sauerländer an sich überhaupt WOLL sagt und – ach du dicker Vatter, dann kommse auch noch mit de Grammatik umme Ecke! Ja, der Sauerländer hat seine ureigene Grammatik die dem Imperfekt sehr abgeneigt ist, Verben mal endlich in eine sinnvolle Verlaufsform bringt und den zweiten Fall als quasi nicht existent betrachtet. Während es im Rest der Welt stark regnet, ist es im Sauerland schlichtweg „am plästern“. Und wer denkt, dass unsere deutsche Sprache arm an Schimpfwörtern sei…. Der fahre mal ins Sauerland – er wird eines besseren belehrt, wie uns der große Schimpfwörterteil, den dieses originelle Buch ebenfalls mitbringt, wortstark beweist. Auch die gängigen Redewendungen für jede Gelegenheit bringen Klarheit und können bei einem Aufenthalt im Sauerland gar als Verständigungshilfe dienen. Dieses Buch ist kein Nachschlagewerk des Hoch- oder Schriftdeutschen. Es ist auch kein Lexikon des „Sauerländer- Platts“, sondern bringt uns auf höchst unterhaltsame und kurzweilige Weise, in bester Wörterbuchmanier, die Alltagssprache im Sauerland näher. Jene Sprache, die diese Region so Liebens- und lebenswert macht. „Ja, bin ich denn der Leo“ – eine Liebeserklärung an die Heimat, ein „Rettungsschirm regionaler Sprachkultur“ (wie ein Leser betonte) und nicht zuletzt eine Hommage an die eigene Alltagssprache. Der Vorläufer dieses Buches – ein Poster mit den beliebtesten Sauerländer-Wörtern, die in einer großen Umfrage ermittelt wurden, hat mittlerweile Fans auf der ganzen Welt.

FAZIT: Woll – ein Wort und ein Buch auf dem Weg zum Kult!

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Doris Lessing in Bestform!

Doris Lessing hat mit „das fünfte Kind“ eines meiner Lieblingsbücher geschrieben. Da bleibt es nicht aus, dass ich sofort zugreife, wenn ein gut erhaltenes Buch von ihr im Bücherbrocky zum Verkauf angeboten wird.

„Alfred und Emily“ besteht aus zwei Teilen. Eine wunderbare Idee, hat die Autorin im ersten Teil umgesetzt. Sie hat die Biographie ihrer Eltern umgeschrieben. All die schrecklichen Erfahrungen mit Krieg und Entbehrung streicht sie und beschenkt die beiden stattdessen mit einem Leben, wie die beiden es sich erträumt hätten. So wird aus ihrem Vater ein erfolgreicher Farmer in England und aus ihrer Mutter eine Frau, die ihr Leben der Wohltätigkeit widmet.

Im zweiten Teil berichtet sie über die rauhe Wirklichkeit, welches trostlose Leben die Familie im Süd-Rhodesien, dem heutigen Simbabwe, führte. Schon damals waren Geschichten ein wichtiger Teil im Leben von Doris Lessing. Das Leuchten in ihren Augen, wenn ein Paket mit Büchern die armselige Farm erreichte, blitzt einen förmlich aus den Seiten entgegen. Die Liebe zu Büchern scheint ihr in die Wiege gelegt worden sein.

Der scharfe Wechsel von Teil eins in Teil zwei des Buchs, ist harter Tobak. Aber einmal in Süd-Rhodesien angekommen liest sich die Geschichte sehr flüssig. Doris Lessing‘s Schreibstil ist unnachahmlich und vermag das anzukurbeln, was gemeinhin Kopfkino genannt wird.

Fazit: Doris Lessing in Bestform. Grossartig!

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schwergewichtig und wunderschön

David Mazzucchelli‘s „Asterios Polyp“ ist nicht nur äusserlich ein echter Brocken. Die Geschichte, die sich darin verbirgt ist ganz schön gewichtig. Protagonist dieser aussergewöhnlich gezeichneten Graphic Novel ist der hochangesehene New Yorker Architekt namens Asterios Polyp. Dass seine Entwürfe nie gebaut werden, ist nicht wirklich von Belang. Als ein Egomane wie er im Buche steht, trieft er im Kontakt mit anderen Menschen förmlich vor Herablassung; bis ganz unvermittelt der Blitz einschlägt…..

„und jetzt steht Asterios im Regen und beobachtet, wie sein Zuhause abbrennt…..“

Was bleibt einem intellektuellen Grosskotz, wenn ihm der Teppich unter den Füssen weggezogen wird und er sich im freien Fall bewegt? Asterios kauft sich mit seinem letzten Geld eine Fahrkarte. Wohin ist ihm völlig egal und so landet er letztendlich in der Provinz wo er unerkannt ein ganz einfaches Leben beginnt. Ein Leben das ihm ganz neue Erfahrungen bringt und ihm eine Ahnung davon verschafft, worauf es im Leben vielleicht wirklich ankommen könnte. In einem gekonnten Mix von Bildern, Farben und Text in wechselnden Schriften entwickelt die Geschichte rund um Asterios Polyp einen ganz eigenartigen Sog, der nicht mehr loslässt. Ein Buch, das in allen Punkten überzeugt und mit dem der Eichborn-Verlag einmal mehr zeigt, wie man schöne Bücher macht.

Fazit: Ein wahres Kunstwerk, das sich einen dauerhaften Platz in meinem Bücherregal erobert hat.

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Die Insel. Die Kinder. Das Grauen

Bist du bereit für dieses Abenteuer?

Da hat uns der Pan-Verlag ganz schön heiß gemacht mit dem vielversprechenden Trailer zum Buch. Die Aufmachung des selbigen, sowie die unheimlichen Fotos, waren dann auch für mich Grund genug, mein angestammtes Psycho-Krimi- und Thriller Genre vorübergehend zu verlassen und ich las: Die Insel der besonderen Kinder.

Schon das Buch an sich ist durch Aufmachung und Gestaltung etwas Besonderes und schon allein der Optik wegen eine Bereicherung für jedes Bücherregal. Allerdings zahlt der Leser auch einen Preis dafür und bewundert nicht nur die eindrucksvollen Fotografien ….  sondern riecht sie auch deutlich.

Ransom Riggs schreibt seinen Text in einem wunderbaren Stil, der den Leser zu verzaubern und zu fesseln weiß. Andererseits macht sie auch das innere Auge Dinge sehend, die so schnell nicht mehr loslassen. Seitdem sehe ich ständig die Kinder mit Gasmasken fasziniert auf einen lodernden Himmel schauen ….. ich denke, die Filmrechte dürften auch schon unter Dach und Fach sein. Manche der herauf beschriebenen Szenen, ließen mich zweifeln, ob “Jugendbuch” in Ordnung ist.

Mit fortschreitender Geschichte, wurde es mir mit der fantastischen Literatur allerdings etwas zu bunt und zu fantastisch (Sorry. liebe Fantasy-Fans).  Besonders zum Ende empfand ich das ansonsten so gelungene Debüt als eine Mischung aus vielem (und vor allem bekannten)….. ein bisschen Inselabenteuer, ein bisschen Lovestory, ein bisschen Harry Potter und die Monster könnten geradewegs einem Steven King Roman entsprungen sein. Die Schlusssequenz zieht sich fast endlos – ich hab sie letztendlich nur noch quergelesen – um dann zu einem offenen Ende zu gelangen – Fortsetzung ist natürlich schon in Planung!

Fazit: Der Genre-Ausflug hat sich durchaus gelohnt. Nette Idee, nettes Buch. Für fünf Sterne und den Gedanken “ich muss unbedingt die Fortsetzung lesen” reichte es aber leider nicht.

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wenn das Monster erscheint; sieben Minuten nach Mitternacht

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Wer meint, Lesen sei eine einsame Sache, irrt gewaltig.  Wir, die Lesen als wahre Leidenschaft betreiben,  tauschen uns aus und tauchen förmlich ab in das Geschehen zwischen den Buchdeckeln. Im besten Fall endet dieses gemeinschaftliche Lesen in einer ebensolchen Besprechung. Wie die vorliegende, in der thursday und ich uns mit “sieben Minuten nach Mitternacht” beschäftigt haben.

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Sieben Minuten nach Mitternacht, wacht Conor aus einem Albtraum auf. Um ihm aus seinem ganz persönlichen Albtraum in der Realität herauszuhelfen, braucht es ein Monster.
 Es erscheint.

Wir sind lange um dieses Buch mit fragendem Blick herumgeschlichen. Sollen wir das wirklich lesen? Denn was hochgejubelt wird – und dieses Buch hat beim Lovelybooks-Leserkompass 2011 immerhin den 2. Preis bei der Kategorie “Kinder- und Jugendbuch” gewonnen – reizt uns in der Regel nicht. Aber dass Patrick Ness richtig gut schreiben kann, wissen wir;  Immerhin hat thursday die Teile eins und zwei seiner New World-Trilogie mit Begeisterung gelesen. Die Elfe hinkt noch etwas hinterher und hat Teil zwei und drei noch vor sich. Für manche, die schon alle gelesen haben, ein beneidenswerter Zustand…..

Aber jetzt zu “sieben Minuten nach Mitternacht”:

Die Geschichte baut auf dem Plot der 2007 an Krebs verstorbenen Siobhan Dowd, auf. Ness lernte diese nie persönlich kennen, schätzte ihre Bücher aber sehr.

“Ich hatte damals das Gefühl – und habe es bis heute -, als sei mir ein Staffelstab in die Hand gedrückt worden, als habe eine einzigartige Schriftstellerin mir ihre Geschichte mit den Worten übergeben:
 “Jetzt bist du dran. Lauf los. Stifte Unruhe”. Genau das hat “Sieben Minuten nach Mitternacht” bei Bücherelfe und thursday getan!

Der Roman erschüttert. Kratzt an den Tabuthemen Krebs und Tod. 
Zerrt die Sprachlosigkeit, die entsteht und auf alle Beteiligten übergreift, wenn jemand davon betroffen ist, schmerzhaft ans Licht und zeigt auf, wie 
durch eben dieses Verschweigen das Leid noch viel unsäglicher wird.
 Ness beherrscht die einfache klare Sprache meisterlich und führt gerade damit in Abgründe. Er zeigt auch auf, wie entscheidend es ist, dass bei einer solchen Katastrophe eine Person den „Fels in der Brandung-Part“  übernimmt und die Übersicht behält. In Conor’s Geschichte hat die Grossmutter diese Funktion inne. Mit scheinbarer Gleichmut hilft sie Conor letztendlich das Schreckliche zu ertragen.

„Du und ich, Conor“, sagte sie, „wir passen nicht besonders gut zusammen, oder?“. „Nein“, sagte Conor. „Ich glaube nicht.“  „Ich auch nicht.“ Sie bog so schnell um eine Kurve, dass Conor sich am Türgriff festklammern musste, um aufrecht sitzen zu bleiben. „Aber wir werden es lernen müssen, weisst du“, sagte sie. Conor schluckte. „Ich weiss“. Ein Schluchzen brach aus ihr heraus. „Ja, nicht wahr?“, sagte sie. „Natürlich weisst du das”.

“Sieben Minuten nach Mitternacht” ist brutal, schonungslos obwohl oder gerade weil das instinktive Gefühl des Lesers mit Sätzen,  die zwischen den Zeilen stehen, direkt angesprochen wird.

Ein großes Lob an Jim Kay, den Illustrator , der mit seinen sensiblen, aus- und eindrucksvollen schwarzweißen Monsterzeichnungen das Beklemmende zauberisch skizzierte.

Ob gerade die Zielgruppe, Jugendliche,  damit klarkommt . Wir können es nicht beurteilen.
 Uns hat das Buch gebeutelt, durch den Wolf gedreht und nicht losgelassen. Extrem schmerzvolles Lesen, welches den Kopf auch während der Nichtlesezeit mit der ganzen sich auftuenden Gefühlspalette beschäftigt hielt, war das Ergebnis.

Am Ende wird Ness mit diesem Satz das gesamte Buch einfangen: “Wenn du die Wahrheit aussprichst,” flüsterte das Monster ihm ins Ohr, “wirst du allem ins Auge blicken können, egal was passiert”.

Alleine lassen sollte man sein Kind mit diesem Buch nicht!  Für ein Kind, das aktuell mit einer solchen traumatischen Situation konfrontiert ist, könnte es hilfreich sein. 
Vielleicht. Einmal gelesen wird man es jedenfalls nie mehr aus dem Kopf schaffen können. 
Und das ist gut so!

Fazit: 5 Sterne, Strike Mr. Ness! 

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Elfe an Storch…..

Da will man nur mal wieder einen Cappuccino in bibliomaner Umgebung geniessen und schon kriegt man von der Lieblingsbuchdealerin wieder Inspirationen vorgesetzt…..

Vergesst sie, die Söckchen und Mützchen und Plüschbärchen als Mitbringsel zur ersten Baby-Besichtigung. Viel besser ist dieses Bilderbuch, das den Mamis und Papis auf hinreissende Art und Weise nahe bringt, warum ihre Minis – und sie selbst – Bücher brauchen. Eigentlich sollte der Storch  das Buch standardmässig gleich mitliefern…

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Elfbox entdeckt ein neues Genre

Zugegeben, etwas skeptisch bin ich schon an dieses Buch rangegangen; ob eine Graphic Novel wirklich meinen Geschmack trifft. Aber wer “Die Monkey Wrench Gang” verlegt, hat eine weitere Chance verdient.

Irgendwie dazwischen ist die Geschichte eines Nervenzusammenbruchs. Die Geschichte eines Aufenthalts in einer psychiatrischen Klinik und sie soll zu 95 % wahr sein.

Die 17jährige Stacy lässt sich von ihrem Hausarzt in die Psychiatrie einweisen. Totaler Zusammenbruch.

„Mir fehlt mein Leben“

Mit minimalisch anmutenden Zeichnungen und knappen Worten begleiten wir Stacy durch ihren Klinikaufenthalt. Unterbrochen von Statements von Freundinnen und Mitpatientinnen und Auszügen aus der Krankenakte können wir mitverfolgen, wie Stacy ganz langsam aus ihrer abgrundtiefen Schwärze wieder das Licht am Ende des Tunnels sieht. Schritt für Schritt arbeitet sie sich aus dem Sumpf ihrer jungen Vergangenheit heraus.

Eindringlich in Wort und Bild hat „Irgendwo dazwischen“ mich gefangen genommen. Dass ich es in einem Rutsch gelesen habe, spricht eine klare Sprache: Es ist ein besonderes Buch, pardon, eine besondere Graphic Novel. Meine erste und bestimmt nicht meine letzte.

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