ein missglücktes Experiment

Lesen ist eine wunderbare Sache. Allerdings auch ganz schön zeitraubend. Wer kann schon einen richtigen Wälzer in einem Rutsch weglesen?  Irgendwann muss jeder mal an die Luft.  Aber da gibt es eine Lösung: Das Hörbuch, wohlverstanden die ungekürzte Variante. Also Buch weglegen,  rein mit den Ohrstöpseln und einfach der Geschichte weiter lauschen. Abwechslung soll das Leben bunt machen. Für den Versuch habe ich  das äusserst vielversprechende “die Seelen der Nacht”  gewählt. Vermeintlich ein echter Leckerbissen.

Einmal und nie wieder.

Das Experiment war ein Reinfall, was allerdings nichts mit der gewählten Geschichte zu tun hat. Ein nahtloser Wechsel zwischen Geschriebenem und Gelauschtem ist für mich auch beim besten Buch nicht vorstellbar. Ich erkläre das Experiment somit als missglückt.

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Aber erst einmal zu “die Seelen der Nacht”

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Man nehme einen Teil Charlaine Harris, ein wenig Joanne K. Rowling, dazu einen grösseren Schuss Stephenie Meyer und eine Prise Anne Rice. Die vielversprechende Mischung rüttle und schüttle man kräftig durcheinander, ziehe das Ergebnis auf 800 Seiten Länge und packe all das in ein ansprechendes Äusseres. So in etwa hatte ich mir das vorgestellt.

Soweit, so gut……

Gleich zu Beginn der Geschichte sieht man es vor sich, das Objekt der Begierde; das magische in Leder gebundene und mit einem Bann belegte Manuskript. Es wird das Leben der Protagonistin, Diana, verändern und die Leserschaft des Buches beschäftigen; lange beschäftigen. Ganz bewusst habe ich das Wort „beschäftigen“ gewählt. Denn in Atem gehalten, haben mich die Geschehnisse zwischen diesen Buchdeckeln nicht. Vorab bemerkt: Ich hatte grosse Erwartungen an „die Seelen der Nacht“. Der Einstieg in die Geschichte fühlt sich angenehm gemächlich an. Erst einmal ankommen, in der Welt dieser verschiedenen Wesen, die sich so selbstverständlich unter Menschen bewegen. Die Vorgeschichte von Diana scheint recht interessant zu sein, ist sie doch der hochintelligente Spross einer alten Hexen-Dynastie und verdient ihre Brötchen ganz bürgerlich als Historikerin. Dass sie magische Fähigkeiten hat, weiss sie,; nutzen will sie diese Gabe aber nicht. Das klingt doch schon mal sehr sympathisch. Die Sympathie verfliegt leider bald; sehr bald.

Vorhang auf für Matthew, 1500 Jahre alter Vampir, fantastisch schön, fantastisch allwissend, fantastisch, fantastisch. Kaum hat Amor seinen Pfeil auf Diana Bishop‘s helles Köpfchen abgeschossen, scheinen ihre Hirnzellen zu schrumpfen. Von da an stellt sie ihr Licht unter den Scheffel und hat nur eins im Sinn: Matthew hier, Matthew da.

Das magische Manuskript weckt Begehrlichkeiten in den verschiedenen magischen Volksgruppen und so bleibt es nicht aus, dass Diana in Gefahr gerät. Spannung liegt in der Luft. Leider verfängt sich die Autorin in langatmigen Beschreibungen und Wiederholungen. Weder Inhalt noch Schreibstil haben mich zu fesseln vermocht. Eintauchen in die von Deborah Harkness geschaffene Welt war mir nicht möglich und ich habe angesichts der insgesamt 800 Seiten in der Hälfte aufgegeben. Das Lesen – und Lauschen –  hat mich schlicht und einfach gelangweilt.

Fazit: Nichts für mich.

Für weitere Infos zum Buch geht es  hier lang.

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Die Seelen der Nacht von Deborah Harkness

Hörbuch „Die Seelen der Nacht” von Deborah Harkness, gelesen von Dana Geissler.  27 Std. 53 Min. (ungekürzt). Im Download bei Audible erhältlich für 20,95 € oder im Flexi-Abo für 9.95 €. Zur Hörprobe geht es hier lang.  

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Die Insel. Die Kinder. Das Grauen

Bist du bereit für dieses Abenteuer?

Da hat uns der Pan-Verlag ganz schön heiß gemacht mit dem vielversprechenden Trailer zum Buch. Die Aufmachung des selbigen, sowie die unheimlichen Fotos, waren dann auch für mich Grund genug, mein angestammtes Psycho-Krimi- und Thriller Genre vorübergehend zu verlassen und ich las: Die Insel der besonderen Kinder.

Schon das Buch an sich ist durch Aufmachung und Gestaltung etwas Besonderes und schon allein der Optik wegen eine Bereicherung für jedes Bücherregal. Allerdings zahlt der Leser auch einen Preis dafür und bewundert nicht nur die eindrucksvollen Fotografien ….  sondern riecht sie auch deutlich.

Ransom Riggs schreibt seinen Text in einem wunderbaren Stil, der den Leser zu verzaubern und zu fesseln weiß. Andererseits macht sie auch das innere Auge Dinge sehend, die so schnell nicht mehr loslassen. Seitdem sehe ich ständig die Kinder mit Gasmasken fasziniert auf einen lodernden Himmel schauen ….. ich denke, die Filmrechte dürften auch schon unter Dach und Fach sein. Manche der herauf beschriebenen Szenen, ließen mich zweifeln, ob “Jugendbuch” in Ordnung ist.

Mit fortschreitender Geschichte, wurde es mir mit der fantastischen Literatur allerdings etwas zu bunt und zu fantastisch (Sorry. liebe Fantasy-Fans).  Besonders zum Ende empfand ich das ansonsten so gelungene Debüt als eine Mischung aus vielem (und vor allem bekannten)….. ein bisschen Inselabenteuer, ein bisschen Lovestory, ein bisschen Harry Potter und die Monster könnten geradewegs einem Steven King Roman entsprungen sein. Die Schlusssequenz zieht sich fast endlos – ich hab sie letztendlich nur noch quergelesen – um dann zu einem offenen Ende zu gelangen – Fortsetzung ist natürlich schon in Planung!

Fazit: Der Genre-Ausflug hat sich durchaus gelohnt. Nette Idee, nettes Buch. Für fünf Sterne und den Gedanken “ich muss unbedingt die Fortsetzung lesen” reichte es aber leider nicht.

Für weitere Infos zu diesem Titel geht es hier lang. 

bibber

Hilfe, ein Neuzugang hat mich schon beim ersten Durchblättern gegruselt. Ich habe den dringenden Verdacht, der Lektüre könnte eine schlaflose Nacht folgen. Sozusagen als Gratiszugabe…

Lange wird es nicht im Regal stehen bleiben. Aber eine solche Mission braucht kluge Vorbereitung. Ich werde mir jetzt erst mal ein Flanellpyjama und eine Wollmütze besorgen.  Zusammen mit einer Daunendecke und einer grossen Kanne Tee werde ich dann den besonderen Kindern todesmutig entgegen schreiten. Rezension wird folgen; hoffentlich bald in diesem Blog-Theater.

Dunkle Tannen und grüne Wiesen im Sonnenschein….

Ein unerwarteter Lesespass.

Aus dem Klappentext:

Heidi, Deine Welt sind … die Zombies

Vorbei die Zeiten, in denen dunkle Tannen und grüne Wiesen im Sonnenschein die heile Welt von Heidi waren! Nun verbreitet sich ein Virus in der Idylle der schönen Alpenwelt. Menschen werden zu Zombies, die besonders gern in den abgeschiedenen Bergdörfern ihr Unwesen treiben. Und so muss Heidi erfahren, dass ihre Mutter Adelheid gar nicht tot ist, sondern als Vampir auf nächtliche Streifzüge geht! Beherzt greift Heidi zum Pflock und befreit mit Hilfe des Großvaters Almöhi die Untote von der Unsterblichkeit. Doch es gibt jemanden, dem das gar nicht gefällt: Marus, dem Blutsauger. Er war es, der sich Adelheid einst mit einem Biss gesichert hat und den es nun nach Rache dürstet für seinen Verlust. Und wenn er die Mutter schon nicht bekommen kann, dann doch vielleicht das Kind …

Die beliebteste Kinderbuch-Figur aller Zeiten trifft auf die trendigsten Wesen der Fantasy.

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Vorfrühling; der beste Ehemann von allen erblickt das Alpendrama beim gemeinsamen Sonntagsbrunch in der Lieblingsbuchhandlung und bestimmt es sogleich als Geschenk für seine Angebetete. Meine Begeisterung nach einem Blick darauf hält sich in Grenzen – das mit dem geschenkten Gaul schaut man nicht ins Maul ist in einer gefestigten Beziehung fehl am Platz – und so kommt es, dass er sich das Heidi eben selber schenkt. Originell, denkt sich da die Elfe; denn der besagte beste Ehemann mag Bücher nicht wirklich….

Zeitsprung.

Frühling; ein verlängertes Wochenende mit dem Wohnmobil. Morgens, halb neun, weckt mich nicht etwa ein Frühstückchen; nein, es weckt mich ein laut lachender Ehemann. In den Händen hält er die Heidi, aus seinem Mund purzelt ein „das MUSST du lesen!“.

Zeitsprung.

Sommer; Packen für die grosse Reise mit dem Wohnmobil. Ja, auch das Heidi muss mit. Ich MUSS es ja unbedingt noch lesen. Der beste Ehemann von allen liegt mir ganz nach dem Motto „steter Tropfen höhlt den Stein“ damit in den Ohren. Na dann also bringe ich es hinter mich. Es sind schliesslich Ferien und da hat man auch mal etwas Zeit zu verschenken… Also lese ich….

Ich erspare euch hier die Einzelheiten. Nur so viel: Solltet ihr am Strand in Korsika eine kichernde Elfe gesehen haben, war das ich. Denn „Heidi und die Monster“ ist eine herrlich absurde Geschichte. Ob der Geissenpeter, die Klara oder der Alpöhi; sie alle sind mit an Bord. Ein monstermässiger Spass.

Fazit: Nicht wehren; lesen und mitkichern!

Für weitere Infos zu diesem Titel geht es hier lang. 

Die Tribute von Panem gibt’s jetzt auch bei Audible im Download

Wer schon länger Elfbox liest, weiss, dass der erste Band der Trilogie rund um Katniss Everdeen mich begeistert hat –  wer die Rezension dazu noch nicht gelesen hat, darf das an dieser Stelle gerne nachholen. Dass es das Hörbuch jetzt auch als Download bei Audible gibt, hat das Elfenherz natürlich hüpfen lassen. Wo doch Platz im bibliophilen Haushalt je länger je mehr ein rares Gut wird….. :-)

Hörbuch „Tödliche Spiele“ (Die Tribute von Panem 1) von Suzanne Collins, gelesen von Maria Koschny. 6 Std. 23 Min. (gekürzt). Im Download bei Audible erhältlich für 17.95 € oder im Flexi-Abo für 9.95 €. Zur Hörprobe geht es hier lang. 

sie sind mitten unter uns – die rosaroten Tütüs

Erneut geben wir das Wort an Streuner und dieses Mal berichtet sie von einem Buch, das ich selber noch nicht gelesen habe. Nach dieser Rezension ist mir die Möglichkeit, dieses Buch ungelesen an mir vorbeiziehen zu lassen für immer verwirkt…..

Was piept denn da?
Ehrlich? Ich habe das Cover gesehen und dachte: Meine Güte, wie kitschig ist das denn? Das soll Fantasy sein? Das wirst du bestimmt nicht lesen. Sieht ja aus wie Rosa-Tütü und aus dem Tütü-Alter bin ich raus – eindeutig und endgültig!
 Aber das Rosa-Tütü gab keine Ruhe. Fast täglich bin ich drüber gestolpert. Schon wieder eine begeisterte Leserin. Mein inzwischen nur noch halbherziger Widerstand bröckelte. Ja, ich weiß – ich bin ein schwacher Charakter! 

Na gut!

Überredet!

Was schert mich die Altersempfehlung? Zwölf bis fünfzehn war ich schließlich auch mal.
Ich will dieses Buch lesen! Ist man nicht immer so alt, wie man sich fühlt? OK – manchmal fühle ich mich auch mindestens so alt, wie ich bin. Aber wirklich nur manchmal!

 Stop! Ich schweife vom Thema ab. Hier geht es schließlich um das Buch. 

Kurz zum Inhalt: 
Ich lese ja oft, dass eine Rezension IMMER mit einer Inhaltsangabe beginnen soll. Find ich persönlich ja nicht so prickelnd. Ganz ehrlich? Die lese ich bei Rezensionen NIE, da bin ich konsequent, obwohl ich auch hin und wieder mal eine schreibe. So viel zu meiner Konsequenz. Ich scrolle also bis zum Ende und suche nach dem persönlichen Fazit zum Buch. Das lese ich allerdings komplett. Egal wie umfangreich es ausfällt. Es kommt auch schon mal vor, dass mir das persönliche Fazit viel besser gefällt, als das daraufhin gekaufte Buch. Ich hoffe, euch geht es hier nicht genauso. 

Ich schweife schon wieder ab. Muss an dem Buch liegen, über das ich nun, den eventuell noch vorhandenen Lesern, endlich was erzählen will.

Wie es mir gefallen hat? – Prima! Sieht man ja auch unschwer an meiner Bewertung.
Anspruchsvoll? – Nö, aber unterhaltsam. Für Männer? – Eher nicht. Obwohl…wer weiß schon so genau, wie Männer ticken? Liebesgeschichte? – Piep piep …. was denn sonst? Bei dem Cover (das übrigens passt, wie die Faust aufs Auge) erwartet wohl auch keiner einen gesellschaftskritischen Roman oder blutigen Horrorschocker. Apropos Cover. Die spielen in diesem Buch auch eine sehr große Rolle. Nein – nicht die, die ihr jetzt meint. Neugierig? Oh ja, ich sehe das Fragezeichen auf eurer Stirn direkt vor mir.

Wem das noch nicht reicht,  dem empfehle ich die Inhaltsbeschreibung, die Leseprobe oder die bereits vorhandenen Rezensionen.

Mein Fazit kurz und knapp: 
Ein locker leichter, humorvoller, jugendlich geschriebener Fantasyroman (der erste Band einer Trilogie) mit sympathischen Charakteren, einer abwechslungsreichen Story und vielen Pieps. 
Ihr wisst nicht, was ein Piep ist?  Tja, kann ich da nur sagen – so ging es mir auch. Da hilft wohl nur eins: Das Buch besorgen, lesen und euch gemeinsam mit mir auf die Fortsetzung freuen.

 Viel Spaß wünsche ich euch!

Für weitere Informationen zu diesem Titel geht es hier lang. 

Danke, Streuner, für diese wunderbare Rezension.  Ich mache mich jetzt mal auf den Weg in meine Lieblingsbuchhandlung und suche das rote Tütü…. 

Vorhang auf

Vorhang auf für eine neue Gastrezensentin auf Elfbox. Streuner hat sich ganz dem Genre Fantasy verschrieben und das sind auch ihre Rezensionen: Fantastisch!

Ihr Debüt bei uns gibt sie mit ihrer Rezension von


Denn es gibt Wunder, die müssen im Dunkeln geschehen…

Wenn Rumo, Walter Moers und Dirk Bach aufeinandertreffen, dann möchte ich schon fast die Hände falten und vor ihnen niederknien.
Nun ja – ist vielleicht ein bisschen arg schwülstig, aber ich habe gerade die letzte CD aus dem Laufwerk geholt und kann mich vor lauter Begeisterung nur schwer wieder einkriegen. 

Meine Erfahrungen im Hörbuchbereich sind noch sehr, sehr spärlich. Jahrelang habe ich mich geweigert ein Buch in gesprochener Form bei mir zu Hause einziehen zu lassen. War das ein Fehler?
 Nun – ich denke, es gibt Hörbücher und es gibt HÖR-ERLEBNIS-BÜCHER. Ein solches Erlebnisbuch ist Rumo & die Wunder im Dunkeln für mich. Unbeschreiblich mit welchen Emotionen Dirk Bach mich diese Geschichte erleben ließ. 

Er flüstert und winselt – er wimmert und heult – er brummt und schnurrt – er jubelt, kräht, singt und schreit, dass einem die Ohren klingen und ich mit einem Dauergrinsen oder auch schaurigem Gruseln überhaupt nicht mehr die Stop-Taste drücken mag.
Er verleiht jeder Figur im Roman, mit einer ganz auf diesen Charakter zugeschnittenen Stimme, eine unverwechselbare Persönlichkeit. Wirklich grandios!
Ich bin mir sicher, dass mir das gedruckte Buch auch sehr gut gefallen hätte. Genauso überzeugt bin ich aber auch, dass es erst durch Dirk Bach zum Rundum-Wohlfühl-Erlebnis für mich wurde.

Meine Lese- bzw. Hörempfehlung:
 Viele verbinden Walter Moers mit dem TV-Käpt’n Blaubär. Ja, der stammt von ihm und auch diese Figur mag ich. Aber alles was ich bisher von ihm gelesen habe (Die Stadt der träumenden Bücher, Die 13 ½ Leben des Käpt’n Blaubär und Rumo)  fällt nicht in die Kategorie Kinderbuch. Vor allem bei Rumo geht es sehr blutrünstig und niemals zimperlich zu. Das ist nichts für Kinder und auch nichts für zartbesaitete Leser. Zu letzteren gehöre ich eigentlich auch, aber im Genre Fantasy macht mir das ganze Blutvergießen nur wenig bis überhaupt nichts aus.

 Auch Dirk Bach mochte ich schon immer (vor allem als Lukas aus der TV-Serie). Es soll Menschen geben, die jetzt nicht so viel mit ihm anfangen können. Lassen Sie mich sagen, dass Sie hier einen ganz anderen Dirk Bach erleben, als den, den sie aus dem Dschungelcamp oder den Comedy-Sendungen kennen. 

Das Genre “humorvolle Fantasy“ muss einem allerdings sympathisch sein, wenn man dieses Buch genießen will. Walter Moers hat unzählige abgedrehte Ideen, die er, mit Hilfe seines Sprechers Dirk Bach, dem Hörer mit einer solchen Sprachgewalt um die Ohren haut, dass einem hin und wieder schwindelig werden kann. 

Wer jetzt sagt: „Na gut – damit komme ich klar“, dem kann ich nur empfehlen, sich das Hörbuch zu besorgen, sich ein gemütliches Plätzchen zu suchen und mit Rumo auf die große Suche nach dem silbernen Faden zu gehen. 
Viel Spaß beim Hören!

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Danke, Streuner, für diese wunderbare Rezension. Wer jetzt Lust auf Rumo und sein Heimatland Zamonien bekommen hat, darf hier lauschen und dort hinschauen. Ich habe diesem HÖR-ERLEBNIS-BUCH übrigens schon längst gelauscht. Falls da draussen jemand im Besitz des legendären “Vergiss-mich-Pulvers” ist, bitte ich um sofortige Lieferung. Ich würde es nämlich wahnsinnig gerne nochmals zum ersten Mal hören.

Jetzt auch bei Audible: Stephenie Meyer’s Bis(s) zum Morgengrauen – ungekürzte Lesung von Annina Braunmiller


Bella, 17 Jahre alt und nicht gerade mit Selbstsicherheit gesegnet, zieht zu ihrem Vater auf die Halbinsel Olympic, genauer gesagt nach Forks; dem Ort in den Vereinigten Staaten mit der höchsten Niederschlagsrate. Abgesehen von allen Schwierigkeiten, die ein solcher Umzug mit sich bringt, lässt sie schon die Aussicht auf Dauerregen schaudern.

Sehr schnell findet sie in der neuen Schule Anschluss; etwas, das sie von ihrem bisherigen Wohnort, dem sonnigen Phoenix, gar nicht gewohnt ist. Und bevor sie sich’s versieht, wird ihr bis anhin eher langweiliges Leben Leben spannend; Schuld daran sind die Cullens. In der Schulkantine fallen sie ihr zum ersten Mal auf, die drei Jungs und die zwei Mädchen. Sie halten sich abseits von allen anderen. „Ich starrte sie an, weil ihre so verschiedenen und doch gleichen Gesichter umwerfend und überirdisch schön waren“. Bella kommt bald hinter das düstere Geheimnis der Familie Cullen. Sie sind Vampire. Sie haben sich zwar entschieden, ihren Durst nicht an Menschen sondern an Tieren zu löschen, aber Bella bringt den bis anhin so beherrschten Edward schier um den Verstand.

„Edwards Anblick in der Sonne war ein Schock. Ich starrte ihn zwar schon den ganzen Nachmittag lang an, konnte mich aber einfach nicht daran gewöhnen. Seine Haut war blütenweiss, vielleicht mit einem Hauch einer Rötung von der Jagd am Vortag, und sie glitzerte, als hätte man Tausende winziger Diamanten in sie eingelassen.“

Es kommt, wie es kommen muss. Bella und Edward verlieben sich. Es ist eine Liebe gegen alle Vernunft und unvermittelt schwebt Bella in tödlicher Gefahr. Denn nicht alle Vampire wollen so leben wie die Cullens.

Stephenie Meyer hat die seltene Gabe, mit einer sehr einfachen Sprache zu fesseln. Die einzelnen Charaktere und die Schauplätze sind so gut beschrieben, dass mein inneres Auge sehr schnell Bilder aufsteigen lässt. Ich hatte das Buch lange vor der – meiner Meinung nach gut gelungenen – Verfilmung gelesen und freue mich sehr, dass es nun endlich als ungekürzte Lesung vorliegt. Dass die Geschichte von Annina Braunmiller, der deutschen Synchronsprecherin von Kristen Stewart – der Film-Bella – gelesen wird, ist eine ganz besondere Zugabe und verleiht beim Hören ein Kino-Feeling.

Fazit: Zauberhaft, gefährlich, magisch. Prädikat Lieblings-Hörbuch!

Hörbuch „Bis(s) zum Morgengrauen“ von Stephenie Meyer, gelesen von Annina Braunmiller. 13. Std. 34 Min. (ungekürzt). Im Download bei Audible erhältlich für € 27.95 oder im Flexi-Abo für € 9,95.  Zur Hörprobe geht es hier lang:



Elfbox wirft das Handtuch

Als Literaturbloggerin habe ich so meine Prinzipien. So lese ich ein Buch, das mir von einem Verlag zur Rezension geschickt wurde grundsätzlich zu Ende. Immer….

Schliesslich wird von mir erwartet, meine Meinung über das Gelesene zu verkünden und das kann ich nur, wenn ich das Buch ganz gelesen habe. Als Vielleserin weiss ich aus Erfahrung, dass manche Geschichten erst nach vielen Seiten ihren Zauber entfalten, dass manchmal auch eine Durststrecke überwunden werden muss. Und kein Pageturner ist ab Seite eins ein solcher. Ich bin es also gewohnt, mich auch mal durchzubeissen. Aber beim Seelenhüter habe ich auf Seite 87 angesichts der noch vor mir liegenden 285 Seiten das Handtuch – und damit mein Prinzip – werfen müssen. Warum?

An der Sprache der Autorin kann es nicht gelegen haben, denn die hat mir durchaus zugesagt. Es war eindeutig die Geschichte an sich.

Der Klappentext klingt nach leichter Fantasy-Unterhaltung;  ein Genre, dem ich von Zeit zu Zeit gerne mal fröne. “Beim Anblick ihres rotgoldenen Haares, das ihr Gesicht wie ein Heiligenschein umrahmte, durchfuhr es ihn wie ein Blitz.
Die Frau berührte Calders Herz, so vertraut wirkte sie, obwohl er wusste, dass er ihr nie zuvor begegnet war.

Calder ist ein Seelenhüter, der den Menschen seit über 300 Jahren die Tür in das Leben nach dem Tod öffnet. Doch als er eines Tages das Zimmer eines kranken Jungen betritt, geschieht etwas Unerwartetes: Er verliebt sich auf den ersten Blick in die am Bett wachende, bildschöne Alexandra. Calder ist überzeugt: Sie ist seine Seelenverwandte! Er bringt es nicht übers Herz, der jungen Frau weh zu tun, und schenkt dem Kind das Leben. Von nun an kann Calder die Schönheit Alexandras nicht mehr vergessen. Aber um sie wiederzusehen, muss er die uralten Gesetze der Seelenhüter brechen – mit fatalen Folgen.”

Nur so viel will ich hier verraten: Calder tut etwas wahnsinnig Verbotenes: Er schleicht sich im Körper eines „seiner“ Verstorbenen für eine Stippvisite zurück in die Welt der Lebenden, um seine vermeintlich Seelenverwandte, Alexandra, zu suchen. Im Körper von Grigori Jefimowitsch Rasputin macht er sich auf den Weg.  Als er Alexandra schliesslich findet und erkennen muss, wer sie wirklich ist, habe ich nach dem erwähnten Handtuch gegriffen. Das wurde mir alles einfach zu absurd.

Fazit: An den Haaren herbeigezogene Geschichte. Da konnte mich auch die schöne Sprache von Laura Whitcomb nicht bei der Stange halten. 

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Ob andere Literaturblogger wohl auch schon mal das Handtuch geworfen haben?  Elfbox will es wissen.

Blumen für Algernon von Daniel Keyes

Jungejunge wird der aber kuken wenn ich Intelgent bin“

Blumen für Algernon“ wurde seit seiner Erstauflage 1966 in 27 Sprachen übersetzt und über fünf Millionen mal verkauft.  Man darf es also getrost als Klassiker bezeichnen. Mich hat die Geschichte auf jeden Fall in seinen Bann gezogen. Wenn ich sie mir anfangs auch mit etwas Beharrlichkeit erkämpfen musste.

Der Protagonist, Charly Gordon, erzählt seine Geschichte gleich selbst; tagebuchartig und weil zu Anfang der Geschichte geistig zurückgelieben – sein IQ wird mit 68 beziffert – ist er der Rechtschreibung nicht mächtig. Für mich als Viel- und Schnellleserin eine echte Herausforderung, die mich zwingt, mein Lesetempo zu drosseln.

Die Labormaus, Algernon, zeigt zur Begeisterung der bei den Versuchen involvierten Wissenschaftler, dass es möglich ist, Intelligenzwachstum operativ zu erzeugen. Jetzt ist es an der Zeit zu erforschen, ob dasselbe auch beim Menschen machbar ist. Charly Gordon’s Lehrerin sorgt dafür, dass er die Chance erhält, als Testperson zugelassen zu werden; er hatte schon immer signalisiert, dass es sein grösster Wunsch ist, Intelgent zu werden. Denn dann würde er seine Arbeit noch besser machen können und vor allem würde er endlich Freunde finden. Charly ist überglücklich, als er als Versuchsperson angenommen wird und bringt regelmässig und eifrig die verlangten Fortschrittsberichte zu Papier.

„Die Operatsjon hat nich we getan. Dr. Strauss hat si gemacht werend ich schlif. Wie weis ich nich weil ich es nich gesen habe aber werend drei tage waren Ferbende auf meinen augen und meinem Koff so das ich bis heute keinen Fortschrittsbericht nich machen konnte.“ 

Schon bald nach der Operation werden Fortschritte sichtbar und der geistig zurückgebliebene Charly entwickelt sich zu einem wahren Genie.  Einem Genie, das alles Wissen wie ein Schwamm in sich aufsaugt und seine Mitmenschen mit seiner Genialität überfordert.  Denn sein Wachstum macht seine Gegenüber automatisch kleiner. Seine Sehnsucht nach wahrer Freundschaft scheint unerfüllbar.

„Intelligenz, Bildung und Wissen ohne menschliche Zuneigung sind einen Dreck wert.“

Als sich die Entwicklung der Labormaus, Algernon, verändert, scheint nichts mehr wie vorher und Charly beschleicht eine schreckliche Vorahnung….

In seinem bewegenden Roman „Blumen für Algernon“ berührt Daniel Keyes eine wichtige Frage; die Frage, was den Menschen ausmacht und ob Glück und Intelligenz wirklich etwas miteinander zu tun haben. Ein berührendes aber an keiner Stelle kitschiges Werk, das auf jeden Fall zum Nachdenken anregt.

Fazit: Ein ganz besonderes Buch, das sich soeben einen Lebensplatz in meinem Bücherregal ergattert hat. 

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Meine Wenigkeit wird sich jetzt jedenfalls auf die Suche nach der mit einem Oscar ausgezeichneten Verfilmung machen.