Bücher, die mich begeistern, rezensiere ich mit ebensolcher Begeisterung. In Fall von dieser Perle kann ich mir das allerdings sparen. Nina’s Rezension ist derart treffend, dass ich das Feld überlasse. Vorhang auf für Nina:
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Die beiden Brüder Jack und Connor werden durch den Tod ihrer Eltern mit einem Schlag zu Vollwaisen. Gezwungenermassen übernimmt der ältere Bruder Jack die Verantwortung für seinen zehn Jahre jüngeren Bruder. Mit dieser Aufgabe total überfordert, stürzt er sich in seinen Job als Anwalt und wechselnde Frauengeschichten. Da ist kein Platz für seinen pubertierenden Bruder und all die offenen Fragen und das Gefühlschaos, welches der Lauf des Lebens hinterlässt. Jack scheint ständig auf der Such nach Bestätigung und Anerkennung. Auch seine erste grosse Liebe Mona schafft es nicht trotz ständigem Bemühen und Verständnis, Jack den nötigen Halt zu geben, da dieser gar nicht in der Lage ist dies anzunehmen und Mona stattdessen betrügt und verletzt.
In mehreren Zeitsprüngen lebt und leidet der Leser mit den beiden Brüder mit. Mit der Zeit zeichnet sich ab, dass ausgerechnet Connor, der ruhigere und unsichere der Beiden sein Leben in geordnete Bahnen bringt. Er heiratet und wird Vater, worauf Jack mit grossem Unverständnis reagiert und sich von seinem Bruder distanziert. Erst Jahre später, als Connor krank wird und Jack die Liebe zu Mona definitiv aufs Spiel gesetzt hat, treffen sich die Brüder wieder und sind endlich in der Lage die Liebe und den Halt einer Familie zu erkennen und zu leben.
„Wir können es schaffen, wenn wir rennen“ ist ein Meisterwerk, welches den Leser bis zur letzten Seite fesselt und auch darüber hinaus nicht so schnell wieder loslässt. Shari Goldhagen gelingt es in beeindruckender Art und Weise die Gefühle, Ängste und Unsicherheiten der Protagonisten auszudrücken, so dass ich mitgelitten und gefühlt habe. Die ganze Zeit während dem Lesen begleitete mich eine Traurigkeit und Unverständnis über die Unfähigkeit der beiden Brüder Liebe und Unterstützung annehmen zu können. Ich bin sehr beeindruckt!
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Danke, Nina, für diese Gastrezension! Die Perle “Wir können es schaffen, wenn wir rennen” ist im Bücherbrocky auf mich zugerollt. Nina und ich gehen dort öfters hin. Mit grossen Taschen, sehr grossen Taschen…….









