
Naturkatastrophen und Kriege haben Nordamerika zerstört. Daraus entstanden ist eine neue eigene Welt: Panem, aufgeteilt in dreizehn Distrikte und unerbittlich geführt und unterdrückt vom Kapitol, der Regierung. Dort leben die Menschen im Überfluss während in den einzelnen Distrikten das Überleben schwierig ist. Distrikt 13 scheint nach einem blutigen Aufstand nicht mehr zu existieren. Als Demonstration der totalen Macht führt das Kapitol jährlich die sogenannten Hungerspiele durch. Dabei werden jeweils zwölf Jungen und zwölf Mädchen aus den einzelnen Distrikten zu einer perfiden und letztlich für 23 dieser jungen Menschen tödlichen Jagd ausgelost. Von den Spielmachern ausgedacht und von ganz Panem am Fernseher beobachtet. Ein Entrinnen gibt es nicht, wenn der Überlebenskampf zu langweilig wird, greifen die Spielmacher mit Manipulationen ein. Am Ende überlebt nur einer.
Als Katniss’ kleine Schwester, Prim, für die Hungerspiele ausgelost wird, meldet sie sich an deren Stelle und geht gemeinsam mit Peeta, ihrem männliche Pendant aus Distrikt zwölf, in die Arena. Der Überlebenskampf beginnt. Jeder gegen jeden, bis aufs Blut, in unwirtlichem Gelände, geplagt von Hunger und Durst. Als Peeta ihr das Leben rettet und seine Zuneigung zu ihr signalisiert, wird alles noch komplizierter als es sowieso schon ist. Kann sie ihm trauen? Was empfindet sie für ihn? Und was, wenn am Ende nur noch sie beide übrig wären?
Auf dem Klappentext steht, dass Stephenie Meyer von diesem Buch wie besessen war. Ich kann das gut nachvollziehen. Von der ersten Seite an hat Katniss mich gepackt und nicht mehr losgelassen. Ich habe das Buch innerhalb eines Wochenendes geradezu inhaliert. Es zur Seite zu legen war nur mit grosser Willensanstrengung möglich. Ich habe mich zusammen mit Katniss gefürchtet und mit ihr gekämpft.
Bücher, die mich so sehr begeistern, lasse ich mir gerne auch vorlesen. Das hat mich zu diesem Hörbuch greifen lassen. Mit der Sprecherin, Maria Koschny, hat der Oetinger-Verlag einen echten Glücksgriff gemacht. Sie liest die Katniss nicht, sie schlüpft völlig in Katniss’ Haut. Die Art, wie sie spricht, hat etwas latent Schmerzliches; hat eine leise Verzweiflung, die aber nie in völlige Hoffnungslosigkeit abrutscht. Eine echte Meisterleistung! Ein zusätzliches Highlight ist die musikalische Untermalung der Lesung.
Einziger Wehrmutstropfen ist, dass die Geschichte für die Hörbuchfassung gekürzt wurde. Bücher wie dieses sollten einfach in voller Länge vertont werden. Ich hoffe, dass dies noch nachgeholt wird; unbedingt wieder mit Maria Koschny. Hoffnung dazu gibt es durchaus; schliesslich ist auch die Bis(s)-Sage von Stephenie Meyer erst in gekürzter und nun in ungekürzter Fassung erschienen.
Fazit: Grandios!
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